Frauengesundheitstag in der Kreisverwaltung Düren ein großer Erfolg
Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Düren unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Düren, Elke Ricken-Melchert, hatte sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern Krankenhaus Düren und St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf intensiv mit diesem Thema beschäftigt und ein Programm mit verschiedenen Workshops und Vorträgen konzipiert. Dass der Arbeitskreis mit diesem Thema genau richtig lag, zeigte die hohe Zahl der Anmeldungen: Über 160 Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet folgten der Einladung ins Kreishaus.
"Gerade beim Burn-out scheiden sich die Geister: Für die einen ist es mittlerweile eine echte Volkskrankheit, für die anderen eine Modeerscheinung. Eine eindeutige Definition und Klassifizierung des Ausgebranntseins gibt es tatsächlich noch nicht. Im Gegenteil: Burn-out-Patienten weisen viele verschiedene Symptome auf, und das Krankheitsbild ist diffus", führte Elke Ricken-Melchert in ihrer Begrüßung der Gäste aus.
Der folgende Vortrag von Dr. Martine Grümmer von der LVR-Klinik Düren stellte nicht nur die medizinischen Hintergründe von Burn-out auch für Laien anschaulich heraus, sondern bot auch zahlreiche Tipps für den Alltag an, damit ein Burn-out nicht erst entstehen kann. Aus Sicht von Dr. Grümmer lassen sich einige Faktoren festmachen, auf die man besonders achten sollte, wie das Gefühl nie mehr richtig Zeit zu haben, die Verleugnung eigener Bedürfnisse, der soziale Rückzug von Familie und Freunden, die Erholungsunfähigkeit verbunden mit einer zunehmenden Infektanfälligkeit. Hinzu kommen weitere Warnsignale wie verringerte emotionale Belastbarkeit, unbestimmte Angst und Nervosität und ein Gefühl der inneren Leere. Hier muss allerdings ärztlicher oder therapeutischer Rat in Anspruch genommen werden.
Um es nicht so weit kommen zu lassen, konnten die Frauen bei den einzelnen Workshops Entlastungsangeboten kennen lernen. So wurde jeweils ein Workshop zu entspannenden Atemtechniken, zum "Nein sagen" und zum "Mentaltraining zur Stressbewältigung" angeboten. Auch die Bewegung kam nicht zu kurz: Ein tanztherapeutisches Angebot sowie Entspannungsmethoden durch Stretching rundeten das Programm ab. Die ortansässigen Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg, Barmer GEK, die DAK und die Techniker Krankenkasse informierten über ihre aktuellen Angebote.


