Geschichts- und Wirtschaftschronik Kreis Düren
Kurzportrait des Kreises Düren
Mit Wirkung vom 1. Januar 1972 entstand im Rahmen der kommunalen Neugliederung der neue Kreis Düren, im Wesentlichen durch Zusammenfassung der früheren Kreise Düren und Jülich.
Landschaftsbild
Der Kreis Düren liegt an der Nahtstelle zweier Landschaften mit grundverschiedenen Charakteren: Auf seinem Gebiet vollzieht sich der Obergang von den Ebenen der Niederrheinischen Bucht zum Mittelgebirge der Eifel, Im Norden dominiert die Landwirtschaft, der Süden des Kreises liegt im Naturpark Nordeifel bzw. Nationalpark Eifel. Große Waldgebiete mit ausgedehnten Wasserflächen, u.a. auch Teile der Talsperre "Schwammenauel", die die Kraft der Rur bändigen, prägen hier das Landschaftsbild. Die Rur zieht sich als Leitachse der Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung von Süd nach Nord durch den Kreis Düren. Viele Orten reihen sich entlang ihrer Ufer.
Der Kreis Düren - heute
Mitten im Städte-Dreieck Aachen-Düsseldorf-Köln/Bonn gelegen, ist der Kreis Düren die "Wirtschaftsregion im Grünen". Innerhalb seiner 236 km langen Grenzen, auf rund 940 qkm Fläche leben heute in 15 kreisangehörigen Städten und Gemeinden mehr als 270.000 Einwohner/innen. Kreisstadt und Sitz der Verwaltung ist Düren.
Aufgrund der landschaftlichen Vielfalt, einer breit gefächerten Wirtschaftsstruktur - zwischen Forschung, moderner Technologie und traditionsreichen Unternehmen - sowie einer Fülle von Bildungsmöglichkeiten und kulturellen Aktivitäten stehen den Bürgerinnen und Bürgern viele Wege offen. Zahlreiche soziale und medizinische Einrichtungen garantieren ein hohes Maß an Vor- und Fürsorge. Komplettiert wird das Bild eines lebens- und liebenswerten Kreises sicher auch durch zahlreiche Freizeit- und Touristikangebote, die zum "Urlaubmachen unmittelbar vor der Haustür' einladen. Gerade in diesem Bereich dürfen die vielfältigen Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen nicht unerwähnt bleiben.
Der Kreis Düren wird als zukunftsfähiger Kreis auch künftig eine tragende Säule in unserem euregionalen Wirtschaftsraum sein.
Wirtschaftsstandort "Kreis Düren" - leistungsstark und innovativ
Einen wirtschaftlichen Schwerpunkt bilden moderne Gewerbe- und Dienstleistungsstrukturen auf einer traditionsreichen Basis; beispielhaft sei hier nur die Papier erzeugende und verarbeitende Industrie genannt.
Zukunftsträchtige Gewerbegebiete mit optimalen Verkehrsanbindungen spiegeln die Öffnung zu betriebswirtschaftlichen und ökologischen Bedürfnissen heutiger Unternehmensansprüche wider.
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Braunkohlegewinnung aus den Tagebauen Hambach und Inden. Sie haben Teile des Kreises Düren stark umgestaltet und werden dies auch künftig tun - verbunden mit oftmals einschneidenden Folgen für die Bevölkerung.
Durch das in Jülich ansässige Forschungszentrum (FZJ), die größte Forschungseinrichtung in der Bundesrepublik Deutschland, die Abteilung Jülich der Fachhochschule Aachen mit ihren zahlreichen zukunftsorientierten Studien Schwerpunkten und das Technologiezentrum, das innovativen Unternehmen und Existenz grün dem einen besonders attraktiven Standort bietet, hat der Kreis Düren großen Anteil am Forschungs- und Technologiepotenzial der Region.
Naherholung und Fremdenverkehr
Wer Ruhe und Erholung sucht, wird sie in unserem Kreis gewiss finden.
Kulturelle und geschichtliche Sehenswürdigkeiten sowie umfassende Freizeitmöglichkeilen und eine vielfältige Gastronomie runden das Bild eines gastfreundlichen Kreises ab.
Vielerorts befinden sich Reste und Hinweise auf frühere Befestigungsanlagen Beachtlich ist die Zahl der Burgen und Schlösser, Klöster und Kirchen, die kultur- und kunsthistorische Zeugnisse sind.
Beim Wandern und Radwandern gibt es viel Sehenswertes zu entdecken. Der vom Kreis Düren angelegte Rurufer-Radweg erstreckt sich nahezu über das gesamte Kreisgebiet. Weitere ideale Voraussetzungen, die Natur aktiv zu erleben, findet man beispielsweise beim Klettern, Kanufahren, Schwimmen, Reiten oder Segelfliegen.
Schwerpunkt des Fremdenverkehrs im Kreis Düren ist das südwestlich gelegene Erholungsgebiet "Rureifel", im Wesentlichen mit den Städten Nideggen und Heimbach sowie den Gemeinden Hürtgenwald und Kreuzau, das über attraktive Ausflugsziele verfügt.
Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel - im nördlichen Teil des Kreises gelegen - ist die "Sophienhöhe" eine mit Erdaushub des Braunkohletagebaus Hambach gut in die Landschaft einmodellierte künstliche Halde, weit gehend forstlich rekultiviert und mit guter Fernsicht über das Jülicher Land.
Darüber hinaus hat sich der Jülicher Brückenkopf-Park, größter Garten- und Freizeitpark der Region, zum Publikumsmagneten entwickelt und hält auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau interessante, familienfreundliche Erholungs- und Erlebnisangebote bereit.
In den zurückliegenden Jahren hat der Kreis Düren gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden und zahlreichen weiteren Institutionen stetig und nachhaltig die Entwicklung des Fremdenverkehrs im gesamten Kreisgebiet vorangetrieben.
Der Fremdenverkehr ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Kreis Düren geworden.
Kurzportrait des Kreises Düren auf Tafeln
- Kurzportrait Kreis Düren - Tafel 1
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