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(Finanz-) Controlling

Im Zuge der immer knapper werdenden Kassen sowie der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) ist die sukzessive Einführung bzw. Erweiterung von Controllingmechanismen unabdingbar. Beim Kreis Düren wird seit ca. drei Jahren ein intensives Finanzcontrolling praktiziert, durch welches insbesondere die voraussichtlichen Rechnungsergebnisse zum Ende des Jahres prognostiziert werden sollen.

Im Rahmen des Finanzcontrollings sind alle Facheinheiten verpflichtet, der Kämmerei (= finanzverwaltende Stelle einer Verwaltung) mitzuteilen, welches Ergebnis sie bei den von ihnen bewirtschafteten Haushaltsstellen erwarten. Die Kämmerei unterzieht die Meldungen der Organisationseinheiten einer Plausibilitätsprüfung und führt eine Hochrechnung für die Gesamtverwaltung durch.

Durch das Finanzcontrolling werden somit insbesondere folgende Ziele verfolgt:

  • Überwachung der Haushaltsentwicklung
  • Sichere und wirtschaftliche Führung des Haushalts
  • Steuerungsinstrument
  • Erkennung Notwendigkeit einer Haushaltssperre (= Anweisung, bestimmte Ausgaben nicht mehr bzw. in geringerem Umfang zu leisten)
  • Erkennen der Notwendigkeit einer Nachtragshaushaltssatzung
  • Grundlage für die Haushaltsplanung des Folgejahres
  • Informationsquelle für die politischen Gremien

Das Finanzcontrolling soll kurzfristig zu einem intensiven "allgemeinen" Controlling ausgebaut werden. Hierbei darf der Begriff "Controlling" nicht mit dem Begriff "Kontrolle" gleichgesetzt werden. Controlling dient vielmehr der Informationsbeschaffung und zukunftsorientierten Informationsauswertung zur Gewinnung von Steuerungsinformationen. Über ein effizientes Controlling erhält die Verwaltung auch ein "Frühwarnsystem", durch welches abzeichnende Veränderungen früh erkannt werden und ggf. durch regulierende Maßnahmen begegnet werden kann.

 

Kämmerei

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