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Tierseuchenbekämpfung

Die Schweinepestzüge der letzten Jahre und die Maßnahmen zum Schutz vor den Rinderseuche BSE haben den Steuerzahler Milliarden Mark gekostet. Nicht vergessen werden darf dabei, dass diese Krankheit Lebewesen treffen, die unter den Folgen schwer leiden. Auch die Maul- und Klauenseuche führt zu großen Verlusten in den Ställen. Viele Seuchen sind von Menschen gemacht, sie sind eine Folge des zunehmenden weltweiten Personen- und Warenverkehrs.

Aufgabe des Veterinäramtes ist es, die Nutztierbestände vor der Einschleppung von Seuchen zu schützen. Routinemäßig werden diese Bestände auf bestimmte Tierseuchen untersucht, auch wenn viele dieser bedrohlichen Tierseuchen in den letzten Jahren wirksam zurückgedrängt oder sogar zum Verschwinden gebracht werden konnten, etwa die Brucellose und die Leukose der Rinder oder die Aujeszkysche Krankheit der Schweine. Sollten sich dennoch die ersten Anzeichen einer Seuche zeigen, wird ein vorbeugend ausgearbeitetes Krisenmanagement in Gang gesetzt, um rasch und wirksam handeln zu können.

Krankheiten können aber auch vom Tier auf den Menschen übertragen werden; eine der gefährlichsten von ihnen ist die Tollwut. Lassen Sie daher auf jeden Fall Hunde und Katzen vorbeugend impfen. Zu den auf den Menschen übertragbaren Tierkrankheiten (sogenannte Zoonosen) gehört z. B. auch die Psittakose (umgangssprachlich ‚Papageienkrankheit‘).

Nicht zuletzt ist das Veterinäramt für die amtstierärztlichen Ursprungs- und Gesundheitszeugnisse bei dauerhaften oder vorübergehenden Auslandsaufenthalten sowie Tierausstellungen zuständig. Dabei ist die Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Reiseverkehr (Viehverkehrsverordnung) zu beachten. Diese regelt u.a.

  • die Beschaffenheit, Reinigung und Desinfektion von Viehtransportfahrzeugen,
  • die Kennzeichnung von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen,
  • das Führen von Kontrollunterlagen über den Viehverkehr,
  • die Verfütterung von Speiseabfällen (siehe Beseitigung tierischer Nebenprodukte). 
 

Veterinärwesen und Verbraucherschutz

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