EHEC
Samen von Bockshornklee mit hoher Wahrscheinlichkeit für EHEC-Ausbruch verantwortlich
Die Rückverfolgung von Samenlieferungen in Deutschland und anderen EU-Staaten haben ergeben, dass bestimmte Chargen von aus Ägypten importierten Bockshornkleesamen mit den EHEC-Ausbrüchen in Deutschland und Frankreich in Verbindung stehen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine vorläufige Risikobewertung zur Bedeutung dieser Sprossen und Sprossensamen im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen von EHEC vorgenommen und kommt zu dem Schluss, dass zur Sprossenherstellung verwendete Bockshornkleesamen mit großer Wahrscheinlichkeit Ursache des Ausbruchs waren.
Empfehlungen für Gastronomie und Verpflegungseinrichtungen:
- Das BfR empfiehlt Lebensmittelunternehmern in Restaurations und Verpflegungseinrichtungen (z.B. Hotels, Restaurants, Kantinen), die Abgabe von Sprossen zum Rohverzehr an Endverbraucher vor dem Hintergrund der vorgelegten Bewertung sorgfältig abzuwägen.
Empfehlungen für Verbraucherinnen und Verbraucher:
- Da Kleinstpackungen mit Bockshornkleesamen, auch in Mischungen, für die Sprossenherstellung im Privathaushalt mit dem gefährlichen EHEC-Erreger kontaminiert sein können, wird von der Anzucht und dem Verzehr der Sprossen abgeraten.
- Verbraucherinnen und Verbrauchern, die das Risiko einer Erkrankung minimieren wollen, wird empfohlen, weiterhin auf den Verzehr von rohen Sprossen zu verzichten.
- Grundsätzlich rät das BfR, die allgemeinen Regeln der Küchenhygiene auch im Umgang mit Sprossen unbedingt einzuhalten.
