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Radwandern in den unterschiedlichen Landschaften des Kreises Düren

Radwandern im Kreis Düren ist äußerst abwechslungsreich. Hierzu tragen die verschiedenartigen Landschaften bei, die sich in ihrer Eigenart als Natur- und Kulturräume augenfällig voneinander abheben. Dies betrifft gleichsam auch deren unterschiedliche Wesensart im Hinblick auf das Radwandern.

Die nachfolgende Karte gibt einen Überblick über die einzelnen Landschaften, die es im Kreis Düren zu unterscheiden gilt.

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Die Börden

Das Landschaftsbild in diesen ebenen Tiefländern der Rheinischen Bucht ist geprägt durch weiträumige Ackerfluren. Gleichsam wie eingestreute Inseln unterbrechen beschauliche Dörfer und kleinere Städte diese agrarisch geprägte Landschaft. Von üppigen Baumbeständen begleitete Niederungen der Flüsse und Bäche bilden einen weiteren Kontrast im Landschaftsbild.

An die Fitness von Radwanderer stellen die ebenen Bördelandschaften keine sonderlichen Anforderungen. Hier liegen nur wenige beachtenswerte Steigungen von alles in allem geringer Höhendifferenz vor. Aber selbst die sollten weniger sportliche Radwanderer kaum vor allzu große Probleme stellen. Das Radwanderwegenetz des Kreises Düren führt in den Börden vornehmlich über asphaltierte Wirtschaftswege und gut ausgebaute straßenbegleitende Radwege. Nur wo unvermeidbar, müssen Fahrbahnen verkehrsarmer Nebenstraßen genutzt werden. Lediglich in sehr wenigen Ausnahmefällen sind nicht asphaltierte Wirtschaftswege zu befahren.

Fazit: Eignung für Radwanderer aller Altersklassen und Kondition. Fahrräder jeden Typs können benutzt werden. Hervorragend geeignet für geruhsam entspanntes Radwandern. Das Radwegenetz des Kreises Düren ist in den Börden gut für Familien mit Kindern geeignet und tauglich für das Mitführen von Kindern in Kinderfahrradanhängern.

Rurniederung

Die Rurniederung durchschneidet als grünes Band von ihrem Austritt aus der Eifel (nördlich von Kreuzau) bis zur Kreisgrenze bei Linnich die Ebenen der Bördelandschaft. In diese ist sie etwas eingesenkt; bisweilen ist an den Rändern der Rurniederung hin zu den Börden eine bis zu 35 Meter hohe Geländekante zu überwinden. Innerhalb der Rurniederung reiht sich Siedlung an Siedlung. So finden sich hier auch mit den Städten Düren und Jülich die beiden großen Zentren des Kreises Düren. Dessen ungeachtet birgt die Rurniederung Raum für viele naturnahe Landschaftsbestandteile. Hierfür sprechen allenthalben die zahlreichen Naturschutzgebiete entlang des Flusslaufes der Rur. Diese und das reichhaltige Angebot an kulturträchtigen Sehenswürdigkeiten sowie die vielfältigen Freizeitangebote gestalten den RurUferRadweg zu einer erlebnisreichen Route für Radwanderer.

Gleich den Bördelandschaften verlaufen die Streckenabschnitte des Radwanderwegenetzes des Kreises Düren auf asphaltierten und nahezu ebenen Wegen. Einzig beim Verlassen der Rurniederung hin zu den etwas höher gelegenen Ebenen der Bördelandschaften müssen vereinzelt kurze Steigungen von letztlich nur geringer Höhendifferenz in Kauf genommen werden. Der RurUferRadweg selber nutzt Wege unmittelbar entlang der Rur: zumeist Naturwege mit einer gewachsenen Decke oder leicht gebundene Wege, also bevorzugt Wege ohne Asphaltierung.

Fazit: Eignung für Radwanderer aller Altersklassen und Kondition. Fahrräder jeden Typs können benutzt werden. Hervorragend geeignet für geruhsam entspanntes und abwechslungsreiches Radwandern. Das Radwanderwegenetz des Kreises Düren ist im Bereich der Rurniederung darüber hinaus gut für Familien mit Kindern geeignet. Das Mitführen von Kindern in Kinderfahrradanhängern ist speziell auf dem RurUferRadweg weniger zu empfehlen.

Die (Rur)Eifel

Sie ist charakterisiert durch wellige Hochflächen und zwischen ihnen tief eingeschnittenen Flusstälern mit steilen Hängen. Die Hochflächen weisen, da vorzugsweise von Siedlungen und den zugehörigen Fluren erschlossen, oft nur geringe Bewaldung auf. Hänge und Seitentäler der größeren Flüsse wie Rur und Kall sind hingegen durchgehend bewaldet. Dies trifft ebenfalls zu auf die Bergrücken und Höhenzüge entlang des Roten und Weißen Wehebachs, wo über weite Flächen eine zusammenhängende Bewaldung vorherrscht (Hürtgenwald). Herausgehoben reizvoll in die Eifel eingebettet sind die Seen und Staubecken der Rur und ihrer zahlreichen Nebenflüsse. Ein besonderer Genuss bieten die wundervollen Panoramen, die am Nordrand der Eifel und auf den Hochflächen immer wieder in den Blick fallen.

Die eingeschnittenen Flusstäler und Seitentäler machen für nicht wenige Radwanderer den besonderen Reiz aus; aber eben auch die Anstrengung: Entweder gilt es mitunter Anstiege (gleich Abfahrten) von mehr als 2 Kilometer Länge bei einer Steigung von 5 % oder mehr im Mittel zu überwinden oder aber kürzere, dafür freilich steilere Anstiege (Abfahrten) mit im Extremfall bis zu 14 % im Mittel (Fischbachtal zwischen dem Kalltal und Bergstein).

Solange man nur auf den Hochflächen verbleibt oder den Flusstälern von Rur und Kall in ihrem Längsverlauf folgt, fahren Radwanderer auch in der Eifel bei nur geringen bis mäßigen Steigungen mit deutlich weniger Anstrengung Rad. So begleitet der RurUferRadweg die Rur im Kreis Düren innerhalb der Eifel immer unmittelbar im Talgrund. Der Anstieg / das Gefälle ist hier also dem natürlichen Gefälle der Rur angepasst und fällt daher kaum ins Gewicht. Lediglich an der Staumauer bei Schwammenauel sowie zwischen den Orten Hausen und Nideggen-Brück sind vereinzelt kurze, heftige Steigungen unvermeidlich. Der Rursee Schwammenauel hingegen bietet wiederum einen steigungsarmen Rundkurs (RurUferRadweg).

Auf den unbewaldeten Hochflächen der Eifel können zumeist asphaltierte Wirtschaftswege und straßenbegleitende Radwege mit Asphaltbelag genutzt werden. Ansonsten geleitet das Radwanderwegenetz des Kreises Düren den Radwanderer in der Eifel auf Forstwege, die nicht selten geschottert sind oder einen Naturbelag aufweisen. In Einzelfällen ist das Befahren von Hauptverkehrsstraßen ohne straßenbegleitenden Radweg unvermeidbar (aus dem Rurtal nach Nideggen sowie aus dem Kalltal nach Schmidt).

Fazit: In der Eifel ist Kondition gefragt. Für die Gestaltung von Rundtouren ist es unerlässlich, anstrengende Steigungen in Kauf zu nehmen. Wem ein attraktives kurzweiliges Radwandern in einer Mittelgebirgslandschaft zusagt, der kommt innerhalb der (Rur)Eifel auf dem Radwanderwegenetz des Kreises Düren voll auf seine Kosten. Voraussetzung sind solide Fahrräder mit einer Schaltung, die genügend Übersetzungen bereithält.

Einzig Streckentouren auf dem RurUferRadweg (Rückreise zum Ausgangsort ggf. per Rurtalbahn), im Kalltal oder auf den Hochflächen bieten weniger sportiven Radwanderern eine Gelegenheit, etwas gemächlicher radzuwandern. Nur in letzteren Bereichen ist das Mitfahren von Kindern unter Vorbehalt zu empfehlen.

Die Voreifel

Selten findet man in der Voreifel einmal einen Kilometer Wegstrecke ohne erkennbare(s) Steigung bzw. Gefälle. In dieser welligen Landschaft geht es nahezu beständig bergauf und bergab. Die Steigungen und Abfahrten fallen hier jedoch im Durchschnitt deutlich kürzer respektive weniger steil aus als in der (Rur)Eifel. Dennoch verlangt das anspruchsvolle Terrain dem Radwanderer reichlich Mühe ab.

Doch die Mühe lohnt. Viele naturlandschaftliche Besonderheiten gilt es in der Voreifel zu entdecken, allen voran zahlreiche unter Naturschutz stehende Trockenrasen mit vielen seltenen Pflanzen. Dank der besonderen geologischen Voraussetzungen kann an etlichen Stellen eine wärmeliebende, im weiten Umkreis ansonsten nicht vorzufindende Flora und Fauna überdauern. Unübersehbar ist zudem die hohe Dichte an ausgedehnten und wertvollen Streuobstwiesen. Überdies bietet die Voreifel vielerorts herrliche Fernblicke in Richtung Eifel sowie über die Rheinische Bucht, an Tagen mit guter Fernsicht bis hin zum Siebengebirge und die Silhouette des Bergischen Landes.

Das Radwanderwegenetz des Kreises Düren geleitet den Radwanderer durch die Voreifel fast ausschließlich auf asphaltierten Wirtschaftswegen abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Fazit: Ein gerüttelt Maß an Fitness kann für das Radwandern in der Voreifel nur von Vorteil sein. Schließlich sind Steigungs- und Gefällestrecken ein ständiger Begleiter. Fahrräder mit Schaltung sind daher unverzichtbar. Vom Fahren mit Kindern ist eher abzuraten.

Die Sophienhöhe

Bei diesem künstlichen Berg handelt es sich um eine Rekultivierungsfläche des benachbarten Tagebaus Hambach. Das Radwanderwegenetz des Kreises Düren führt nur bis an, aber nicht in die Sophienhöhe hinein. Sie ist indes ein beliebtes Terrain für Mountainbiker. Auf Schotterwegen geht es beständig die einzelnen Terrassen (Berme), aus denen der Berg aufgebaut ist, auf und ab. Allgemein für Radwanderer ist die Sophienhöhe letztlich unzureichend geeignet.

Fazit: Ein Eldorado speziell für Mountainbiker.

 

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