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Umsetzungsschritte aus dem Integrationskonzept

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist es, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Der Kreis Düren setzt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz um, in dem alle Mitarbeiterinnen über das Gesetz und seine Rechtsfolgen informiert werden und eine interne Beschwerdestelle eingerichtet wurde. Verantwortlich für Weiterbildung und Umsetzung des AGG in der Kreisverwaltung Düren ist das Amt für Chancengleichheit, Familie und Senioren.

Menschen im Kreis Düren, die sich diskriminiert fühlen, können sich an das Antidiskriminierungstelefon des Bündnisses gegen Rechtsextremismus wenden. Tel.: 02421-188-18???

Weitere Informationen und Hilfestellungen bei Diskriminierungen erhalten Sie in den Antidiskriminierungsbüros in NRW: www.nrwgegendiskriminierung.de.

Arbeitsmarkt

Für die Betreuung und Vermittlung von ALG-II Bezieher/innen und für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ist die job-com des Kreises Düren zuständig. Die Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten hat in Kooperation mit der job-com und vieler weiterer Akteure Initiativen zur Förderung der Arbeitsmarktchancen von Migrantinnen und Migranten ergriffen.
Neu: Zur Zeit wird in einem Gemeinschaftsprojekt von Stadt Jülich, job-com, Arbeitsagentur und Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten ein Konzept zur Förderung der Arbeitsmarktchancen von Akademiker/innen und Akademikern mit ausländischen Bildungsabschlüssen entwickelt. das imap-Institut wurde mit der Projektumsetzung beauftragt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte 2012 veröffentlicht.

Deutsch lernen

Wer in Deutschland lebt, braucht die deutsche Sprache, um sich orientieren und beteiligen zu können. Je besser die deutsche Sprache beherrscht wird, desto besser kann es gelingen, in dieser Gesellschaft Anerkennung, Erfolg und gleichberechtigte Chancen zu erreichen. Auch die Sicherung des Aufenthalts und die Möglichkeit die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen hängen in der Regel von guten Deutschkenntnissen ab.

Im Kreis Düren werden viele verschiedene Deutschkurse angeboten. Zum Beispiel können Sie die Kurse der Kreisvolkshochschule hier im Hause besuchen. Weitere Angebote finden Sie auf unserer Seite

Die Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten leitet die "Integrationskurskonferenz Kreis Düren". Dort werden regelmäßig die Angebote aufeinander abgestimmt und die Qualität des Angebotes überprüft. Alle Teilnehmer/innen der Integrationskurskonferenz können Sie dem Informationsblatt "Deutsch lernen im Kreis Düren" in 15 verschiedenen Sprachen entnehmen.

Im KOMM-IN Projekt "Deutsch lernen im Kreis Düren" wurde die Arbeit der Integrationskurskonferenz neu ausgerichtet, durch Datenerhebungen unterstützt und weiter entwickelt. Die Projektergebnisse finden Sie hier:

Ein Patenprojekt des Sozialdienst kath. Frauen unterstützt Menschen, die besser Deutsch lernen möchten, durch die Vermittlung persönlicher Kontakte. Der durch KOMM-IN Mittel finanzierte Auftakt des Projektes ist in diesem Abschlussbericht zum Patenprojekt dokumentiert. Weitere Informationen erhalten Sie beim Jugendmigrationsdienst des SkF Düren.

Dolmetscherdienst

Damit eine effektive Hilfe und Unterstützung durch Beratungsstellen, medizinische Dienste, Ärzte oder auch in den Bildungseinrichtungen des Kreises Düren nicht an mangelnden Deutschkenntnissen scheitert, engagieren sich freiwillige Dolmetscherinnen und Dolmetscher . Die Koordination und die Fortbildung der freiwilligen Dolmetscher hat die Diakonie des Kirchenkreises Jülich übernommen. Wenn Sie einen Dolmetscher suchen oder sich selbst als Dolmetscher engagieren möchten, finden Sie weitere Informationen hier:

Frauen und Mädchen

Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Kreis Düren liegt beim Amt für Gleichstellung, Familie und Senioren des Kreises Düren. Im Hinblick auf die besondere Betroffenheit von eingewanderten Mädchen und Frauen werden regelmäßig gemeinsame Aktivitäten mit der Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten umgesetzt.

Für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und Hilfe suchen, stehen im Kreis Düren das Migrantinnen-Netzwerk gegen häusliche Gewalt in der Trägerschaft der Evangelischen Gemeinde zu Düren, Kontakt: Hava Zaimi, 02421-188-196  und die Vereine Frauen helfen Frauen Düren und Jülich zur Verfügung.

Interkulturelle Öffnung

Gütesiegel "interkulturell orientiert"

Der Kreis Düren zeichnet Firmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen aus, die sich besonders gut auf die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft eingestellt und die notwendigen organisatorischen und personellen Maßnahmen ergriffen haben.

Sie können sich jederzeit um das Siegel bewerben. Füllen Sie das Online-Formular aus, wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung und vereinbaren einen Besuch und ein persönliches Beratungsgespräch in Ihrer Einrichtung bzw. ihrer Firma. Nähere Informationen finden Sie in der Broschüre "Das Gütesiegel interkulturell orientiert". Telefonische Rückfragen unter 02421-22-1439 (Frau Petry, Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten) oder 02421-22-2255 (Frau Kenter, Amt für Chancengleichheit, Familie und Senioren)"

Kinder und Jugendliche

Schritt für Schritt - Elterngruppen

Eltern mit und ohne Migrationshintergrund für Familienbildungsmaßnahmen zu gewinnen ist immer dann leicht, wenn die Eltern selbst gut gebildet und engagiert sind. Sobald Eltern selbst wenig Bildungserfahrung haben und noch schlechte Deutschkenntnisse hinzu kommen, ist es sehr schwer für Bildungseinrichtungen, diese Eltern zu erreichen. Gleichzeitig ist es häufig diese Zielgruppe, die Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder benötigt. Hier setzt das KOMM-IN Projekt des Kreises Düren an. Gemeinsam haben die Jugendämter von Stadt und Kreis Düren, das Katholische Forum für Familien- und Erwachsenenbildung und die Stabsstelle Migration ein neues Elternbildungsprogramm für bildungsferne Eltern mit und ohne Migrationshintergrund entwickelt und Elterntrainer/innen ausgebildet. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Eine Druckfassung erhalten Sie kostenlos unter geschützte E-Mail-Adresse als Grafik.

Partizipation

Demokratie lebt von der Beteiligung aller Menschen einer Gesellschaft. Gemeinwesen, sozialer Zusammenhalt und gesellschaftliche Zugehörigkeit entstehen durch Teilhabe. Damit alt eingesessene und eingewanderte Menschen gemeinsam diese Gesellschaft gestalten können bedarf es der Förderung der Partizipation von Einwanderern.

Der Integrations- und Migrationsausschuss des Kreises Düren begleitet die Arbeit der Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten, fördert die Arbeit von Migrantenvereinen durch finanzielle Unterstützung und hat durch die Beteiligung von Sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern auch für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft eine Möglichkeit zur politischen Partizipation eröffnet.

Mit einer Studie zu den Potentialen von Migrantenorganisationen  im Kreis Düren wurde der Grundstein für eine fruchtbare Zusammenarbeit des Kreises Düren mit einer Vielzahl von Vereinen gelegt. Die Integrationsagentur der Evang. Gemeinde zu Düren hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Vereine zu fördern und ihre Aktivitäten zu unterstützen.

Aktuelle Informationen zu Migrantenorganisationen im Kreis Düren finden Sie unter:

Religion

Die aktive Förderung der freien Religionsausübung ist grundgesetzlich verankert. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten insbesondere muslimische Glaubensgemeinschaften in ihrem Bemühen um Anerkennung, Wertschätzung und gleichberechtigte Teilhabe in dieser Gesellschaft. Gemeinsam mit christlichen Kirchen, der Stadt Düren, der Polizei Düren und vielen muslimischen Vereinen in Stadt und Kreis Düren werden im Islamforum Düren geeignete Aktivitäten geplant und durchgeführt um diesen Zielen näher zu kommen.

Sport

Die Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten unterstützt die Stadt Jülich bei der Umsetzung des KOMM-IN Projektes zur Förderung der Teilhabe von Migrantinnen und Migranten im Sport.

Einen Überblick über Möglichkeiten, sich im Kreis Düren sportlich zu engagieren bietet der Kreissportbund.

Wirtschaft

Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund sind ein erheblicher Wirtschaftsfaktor - nicht nur im Kreis Düren. Um dieses Potential sichtbar zu machen und zu fördern wurden verschiedene Projekte gemeinsam mit der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung  des Kreises Düren umgesetzt.

Das KOMM-IN Projekt "Potentialanalyse von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Zuwanderungsgeschichte im Kreis Düren" im Jahr 2008 war der Auftakt zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Institutionen der Wirtschaftsförderung, Verwaltung und eingewanderten Unternehmerinnen und Unternehmern. Seit dem sind vielfältige weitere Initiativen entwickelt worden. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass seither immer mehr Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund sich sozial- und integrationspolitisch engagieren.

Ein Resultat dieser regionalen Aktivitäten ist die Gründung des Business Network Aachen, in dem sich international operierende Unternehmerinnen und Unternehmer mit und ohne Migrationshintergrund zusammen geschlossen haben. Alle interessierten Unternehmer/innen in der Wirtschaftsregion Aachen (Kreis Düren, Kreis Euskirchen, Kreis Heinsberg, Städteregion Aachen, Stadt Aachen) sind herzlich eingeladen mit zu machen.

 

Stabsstelle

Servicezeiten
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Leitung

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