Allgemeine Informationen
Die Kreisverwaltung erkennt die Tatsache an, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und auch im Kreis Düren Menschen verschiedener Kulturen auf Dauer miteinander leben werden.
Einwanderungsgesellschaften sind in der Regel sehr dynamisch und haben eine große Innovationskraft.
Aber:
Die Potentiale, die Migranten für unsere Gesellschaft mitbringen, hohe Leistungsbereitschaft., große Gründungsbereitschaft, Mehrsprachigkeit und ihre Kenntnis verschiedener Kulturen, werden in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung nicht ausreichend genutzt und in unserem Bildungssystem nicht ausreichend gefördert.
Die Stabsstelle für Migrationsangelegenheiten hat die Aufgabe, die vorhandenen Potentiale und die gleichberechtigte Teilhabe von Eingewanderten im Kreis Düren zu fördern. Darüber hinaus werden alle Institutionen und Einrichtungen unterstützt, die ihre Arbeit in Bezug auf die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft weiter entwickeln möchten.
In verschiedenen Arbeitsschwerpunkten werden diese Aufgaben umgesetzt:
- Vernetzung, Integrationskonzept, Projekteentwicklung, Strategische Steuerung
- Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA)
- Einbürgerungen
Eine Bilanz der ersten 5 Jahre, in denen noch keine Stabsstelle bestand, sondern durch die "Migrationsbeauftragte" erste integrationspolitische Maßnahmen eingeleitet hat, finden Sie hier:
- 5 Jahre Migrationsbeauftragte im Kreis Düren
pdf-Datei (10,22 MB)
Hier einige Angaben zur demografischen Entwicklung:
- Langfristig sinkt die Bevölkerungszahl in Deutschland.
- Nur durch Zuwanderung kann dieser Effekt abgeschwächt werden.
- Die Mehrheitsgesellschaft wird immer älter.
- Die jungen Menschen werden zunehmend Einwanderer oder deren Nachkommen sein.
Im Kreis Düren leben circa
- 10,1 % Ausländer, das sind 27 200 Personen (Angaben von 2003).
- Die größte Gruppe der Ausländer im Kreis Düren stammt aus der Türkei (7221 Personen am 31.12.03).
- 8.770 Spätaussiedler wurden von 1989 bis Oktober 2005 dem Kreis Düren zugewiesen. Über die Zahl der Aussiedler, die zur Zeit im Kreis Düren leben, gibt es allerdings keine Angaben.
Darüber hinaus leben im Kreis Düren eingebürgerte Deutsche, Kinder aus binationalen Familien mit deutscher Staatsbürgerschaft und die Kinder, die nach der Staatsbürgerschaftsrechtsreform des Jahres 2000 mit der Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Alle diese Bevölkerungsgruppen haben einen Migrationshintergrund, haben eventuell eine vergleichbare Lebenssituation wie Ausländer, werden aber statistisch nicht erfasst. Das heißt, die Zahl der Menschen mit Migrationshintergund im Kreis Düren ist deutlich höher, als die Zahl der statistisch erfassten Ausländer.
Auch im Kreis Düren
- wächst die nicht-deutsche Bevölkerung schneller als die deutsche
- entsteht das Bevölkerungswachstum überwiegend durch Zuzüge aus dem Ausland
Es gab 2003 :
- 278 mehr Sterbefälle als Geburten aber mit
plus 1383 ein positives Wanderungssaldo aus dem Ausland
Im Jahr 2005 ist die Bevölkerungszahl im Kreis Düren erstmals rückläufig:
- minus 368 Personen im ersten Halbjahr 2005
