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„Unbequem“ – Jacques Tillys Werke in Heimbach

Aktuell ist es in der Internationalen Kunstakademie Heimbach sehr „Unbequem“ – so ist die Ausstellung des renommierten Künstlers Jacques Tilly überschrieben, die am Sonntag (15.3.) feierlich eröffnet wurde und noch bis zum 17. Mai zu sehen ist.

Interesse an der Ausstellung ist sehr groß

Jacques Tilly ist vor allem durch seine gesellschaftskritischen und satirischen Großfiguren bekannt, die im Düsseldorfer Karnevalszug regelmäßig auch für internationales Aufsehen sorgen. Das Interesse bei der Ausstellung war sehr groß, selten waren die Räume so voll. Mehr als 200 Gäste kamen zur Vernissage. Der Titel „Unbequem“ verweist dabei auf den Anspruch, mit Kunst zu irritieren, zu hinterfragen und Diskussionen anzustoßen. 

"Ich freue mich sehr, dass meine Arbeiten weiterleben und teilweise nach Jahrzehnen noch wirken können", sagte Jacques Tilly nach einleitenden und wertschätzenden Worten von Landrat Dr. Ralf Nolten, Heimbachs Bürgermeister Jochen Weiler, Hermann Josef Weingartz, Vorsitzender des Fördervereins, und Akademieleiterin Luzia Schlösser. Tilly betont: "Es ist wichtig, dass wir Satire machen und machen dürfen; dass sie nicht kriminalisiert wird. Eine Gesellschaft muss sich stärken und stark machen im Kampf gegen autoritäre Weltbilder und den Angriff auf unsere Freiheiten." Dass dies nicht selbstverständlich ist, erfährt der Künstler aktuell selbst. Tilly ist in Russland angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, mit seiner Satire russische Staatsorgane verunglimpft zu haben.

Jacques Tilly freut sich mit Freunden, Familie sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Akademie und Politik über die Ausstellungseröffnung: Hermann Josef Weingartz, Bürgermeister Jochen Weiler, Trompeter Peter Blum, Landrat Dr. Ralf Nolten, Künstler Jacques Tilly, Joachim und Andrea Johänning (Förderer der Kunst), Akademieleiterin Luzia Schlösser und Filmemacherin und Tillys Partnerin Ricarda Hinz (v.l.).

Landrat Dr. Ralf Nolten verwies in seiner Begrüßungsrede auf die Bedeutung von Tillys Werken. Es sei die Aufgabe von Karneval und Satire, den Finger in die Wunde zu legen, Grenzen aufzuzeigen und auszutesten. „Ganz viele Menschen stehen hinter Ihnen und dem, was sie mit ihrer Kunst und ihrer Kritik an der Politik und Gesellschaft ausdrücken. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Schaffenskraft. Herzlichen Dank für diese Ausstellung.“ 

„Ein Haus wie dieses lebt von Kreativität und wir freuen uns, dass wir Ihre Werke ausstellen dürfen“, betonte Akademieleiterin Luzia Schlösser. „Sie nutzen Humor nicht, um Inhalte zu verharmlosen, sondern um sie besprechbar zu machen.“ Gezeigt werden rund 200 Werke wie Fotos, Originalskulpturen und Miniaturen von 1990 bis 2026. Zudem bekommen die Besucherinnen und Besucher auch einen Einblick in Tillys Leben – durch Fotos von seiner Familie und seinem Werdegang, die in der ersten Etage ausgestellt sind.

Neben Plastiken, Skulpturen und Illustrationen von Tilly sind auch Werke des Künstlers Malte Maas zu sehen, der Tillys Werke mittels 3D-Druck als Miniaturen festhält, da die Karnevalswagen-Skulpturen normalerweise kurz nach dem Karnevalsumzug zerstört werden. Für die musikalische Begleitung sorgte Peter Blum auf der Trompete und schaffte es, dass die zahlreichen Gäste die Songs mit kölschem und Düsseldorfer Lokalbezug mitsangen. 

Die Ausstellung  „Unbequem – Jacques Tillys Werke. Frech – pointiert – humorvoll“ ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr in der Internationalen Kunstakademie Heimbach zu sehen. Weitere Informationen gibt es unter www.kunstakademie-heimbach.de (Öffnet in einem neuen Tab).

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