Der Healing Classrooms-Ansatz zeigt, wie Bildungseinrichtungen Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, besser mit schwierigen Erfahrungen und Belastungen umzugehen. Er wurde vom International Rescue Committee (IRC) entwickelt und wird seitdem kontinuierlich aktualisiert und an unterschiedliche Kontexte und Bedürfnisse angepasst. Das Kommunale Integrationszentrum bietet Workshops für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal an.
Der Healing Classrooms-Ansatz
Krisen und Konflikte können bei Menschen Stressreaktionen auslösen, die insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die geistige und soziale Entwicklung belasten. Dies kann das seelische Wohlbefinden und die Lernfähigkeit negativ beeinflussen. Der Healing Classrooms-Ansatz zeigt Wege auf, wie diese Belastungen gemildert und die Kinder dabei unterstützt werden können, sich wieder sicher und gestärkt zu fühlen.
Der Ansatz beruht auf mehreren miteinander verbundenen Prinzipien:
- Sichere und unterstützende Lernumgebung: Schaffung eines Schutzraums, in dem die Folgen von Konflikten besser bewältigt werden können.
- Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen (SEL): Unterstützung beim Umgang mit Gefühlen und Beziehungen.
- Entspannungs- und Konzentrationshilfen: Methoden, die Kindern und Jugendlichen helfen, sich zu beruhigen und fokussiert zu bleiben.
Die Anwendung dieser Prinzipien kann das Wohlbefinden steigern, Alltagskompetenzen fördern und die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern.
Ursprünglich wurde der Ansatz speziell für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung entwickelt. Er ist jedoch für alle Schüler*innen und für gesamte Lerngruppen nutzbar, für sämtliche Altersgruppen geeignet und in allen Schulformen umsetzbar und hilfreich. Sowohl Lehrkräfte als auch Schulsozialarbeitende können von der Umsetzung profitieren.
[Quelle: Healing Classrooms, Sichere Orte für gemeinsames Lernen – Praxishandbuch für pädagogische Fachkräfte; S.12 - Link siehe unten]
Angebot des Kommunalen Integrationszentrums
Workshopreihe "Healing Classrooms"
Geflüchtete Kinder und Jugendliche stehen vor besonderen Herausforderungen. Der Healing-Classrooms-Ansatz des International Rescue Committee (IRC) bietet praxisnahe Strategien, um Schulen als unterstützende und stabilisierende Lernorte zu gestalten. Im Fokus stehen sozial-emotionales Lernen, Achtsamkeit und die Förderung von Resilienz.
In der dreiteiligen Workshopreihe lernen Teilnehmende den Ansatz kennen und entwickeln konkrete Strategien für ihre Praxis – unter anderem zum Umgang mit toxischem Stress, zur Gestaltung eines sicheren Lernumfelds und zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.
Informationen zur Workshop-Reihe
| Ort: | Kreishaus Düren |
|---|---|
| Uhrzeit: | jeweils 15:00 – 18:00 Uhr |
| Kosten: | Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung ist erforderlich. |
Module:
- Modul 1 (17.09.2026): Toxischer Stress und Resilienz
- Modul 2 (05.11.2026): Schutzfaktoren für ein sicheres Lernumfeld
- Modul 3 (03.12.2026): Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen
Die Module bauen aufeinander auf und können daher nur als komplette Reihe gebucht werden. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter:
eMail: ki-sekretariatkreis-duerende
Telefon: 02421 22-1046920 (Öffnet in einem neuen Tab)
Bei Fragen oder zur Anmeldung wenden Sie sich gerne an:

