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Kreis Düren

"Das neue Feuerwehr-Ausbildungszentrum hat eine hohe Bedeutung für den Kreis Düren"

Am Campus Stockheim werden seit 1. Juli Führungskräfte geschult. Landrat Wolfgang Spelthahn und Dezernent Peter Kaptain über Ziele und Perspektiven des neuen Standorts.

Im Kreis Düren werden seit dem 1. Juli Feuerwehr-Führungskräfte ausbildet. Dazu hat der Kreis auf dem Campus Stockheim entsprechende Kapazitäten geschaffen. Gebaut wurde unter anderem ein Schulungsgebäude auf dem Gelände an der Marienstraße in Stockheim. Auf dem Areal des ehemaligen Obi-Baumarktes nur wenige Hundert Meter entfernt wurden durch den Kreis umfangreiche Trainingsmöglichkeiten geschaffen. 

Träger des Ausbildungszentrums ist das Institut der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen (IdF NRW), eine Einrichtung des Landes. An der feierlichen Eröffnung nahmen NRW-Innenminister Herbert Reul, der Direktor des Idf; Berthold Penkert, und Landrat Wolfgang Spelhahn mit weiteren Vertretern aus Politik, Verwaltung und von Feuerwehren teil.

Landrat Wolfgang Spelthahn und Peter Kaptain, der beim Kreis Düren für den Bevölkerungsschutz und das Rettungswesen zuständige Dezernent, beschreiben im Interview die Bedeutung des Projektes für den Kreis Düren und ordnen ein, wie die gesamte Region vom Campus Stockheim profitiert. 

Innenminister Herbert Reul war bei der Eröffnung dabei und konnte die Übungen live miterleben.

Herr Spelthahn, welche Bedeutung hat das neue Schulungs- und Trainingsgelände für den Kreis Düren?

Wolfgang Spelthahn: Die Aufgaben und Tätigkeiten des Feuerwehrmannes oder der Feuerwehrfrau sind  nahezu überall auf der Welt hoch angesehen. Wenn wir jetzt die Chance erhalten, auf diesem Feld Ausbildungschancen und –wege zu erleichtern, dann ist das ein großer Vorteil für den Kreis Düren, hier ausgewählt worden zu sein. Es ist zusätzlich ein großes Zeichen der Wertschätzung für unsere freiwilligen Kräfte, die ehrenamtlich tätig sind und die von den neuen Möglichkeiten auch profitieren.

Herr Kaptain, die neuen Gebäude auf dem Campus Stockheim und die Umbauten erfolgten in wenigen Monaten in Rekordzeit. Wie war das so schnell möglich?

Peter Kaptain: Zwei Dinge sind in diesem Zusammenhang entscheidend: eine gute und frühzeitige Planung sowie die sich als äußerst zweckdienlich erweisende Modulbauweise, die wir gewählt haben. In enger Zusammenarbeit mit dem IdF haben wir bereits im Frühjahr 2020 mit ersten Planungsschritten begonnen. Das neue Schulungsgebäude ist dann in sechs Monaten entstanden. Verbaut wurden sehr moderne und technisch ausgereifte Module, so dass das neue Gebäude in der Tat in Rekordzeit hochgezogen werden konnte.

Herr Spelthahn, welche Außenwirkung erwarten Sie für den Kreis Düren durch die neue Ausbildungsstätte des IdF?

Wolfgang Spelthahn: Die Außenwirkung ist enorm. Münster ist als Sitz des Institutes der Feuerwehr landesweit bekannt. Diese hoch angesehene Ausbildungseinrichtung für den Kreis Düren gewonnen zu haben, zahlt in hohem Maß auch auf unsere Wachstumsoffensive ein. Wir wollen bekanntlich bis 2025 rund 30.000 neue Einwohner gewinnen. Wir werden uns den vielen Feuerwehrleuten, die nun zu uns kommen, als gastfreundlicher Kreis präsentieren und so weiter mit unserer Willkommenskultur auf uns aufmerksam machen.

Dezernent Peter Kaptain und Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Eröffnung des neuen Feuerwehr-Ausbildungszentrums in Stockheim.

Herr Kaptain, inwieweit profitiert auch die Freiwillige Feuerwehr aus dem Kreis Düren vom neuen Schulungs- und Trainingsgelände?

Peter Kaptain: Die Freiwilligen Wehren aus dem Kreis Düren können das Gelände zu eigenen Aus- und Fortbildungszwecken abends und an den Wochenenden nutzen. Das ist ein großer Vorteil für die heimischen Wehren, die damit vom hohen technischen Niveau und den modernen Standards profitieren. Außerdem profitiert das Ehrenamt zukünftig von der Standortnähe beim Besuch von Führungslehrgängen, die bisher nur in Münster stattgefunden haben.

Herr Spelthahn, wie kann sich das neue Ausbildungszentrum im Kreis Düren weiter entwickeln?

Wolfgang Spelthahn: Wir haben eine historische Chance vom Land NRW bekommen. Derzeit arbeiten wir in einer Art Provisorium, wenn es um das Gelände des alten Obi-Baumarktes geht. An der Marienstraße in Stockheim haben wir ein modernes Schulungsgebäude errichtet. Nun steht im Raum, das gesamte Projekt weiterzuentwickeln. Dazu sollen weitere Flächen gekauft werden. Unser Wunsch ist es, die Feuerwehrausbildung dauerhaft im Kreis Düren anbieten zu können. 

Herr Kaptain, warum hat sich das Land für den Kreis Düren als Standort entschieden? 

Peter Kaptain: Wir haben immer schon eng mit dem IdF zusammengearbeitet und ausgeholfen, wo wir konnten. So besteht schon lange ein guter Kontakt und über erste Führungslehrgänge haben wir uns dem IdF als zuverlässiger und kompetenter Partner gezeigt. Dazu liegen wir im Süden Nordrhein-Westfalens strategisch günstig für die Ausbildung der Feuerwehr-Führungskräfte. Nun gibt es mit Münster und uns zwei gut gelegene Ausbildungs- und Schulungsorte. 

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