Inhalt anspringen

Kreis Düren

Burg Nideggen: Tatort spannender Romane

Knisterndes Feuer, entspannte Klänge, kalte Getränke, namhafte Autoren und vor allem eine Herbst-Stimmung, wie sie schöner nicht sein könnte: Am 15. Oktober hatte das Nideggener Burgenmuseum wieder zur jährlichen Krimi-Nacht auf Burg Nideggen eingeladen und begeisterte Krimi-Fans ebenso wie die anwesenden Autoren.

Mord(s)vergnügen in toller Kulisse

Ab 19 Uhr konnten die gespannten Besucher die Burganlage über einen mit Fackeln gesäumten Weg betreten. Im Burghof erwarteten die Gäste Lagerfeuer, ein stimmungsvolles musikalisches Duo unter der Leitung von Bernhard Gerards, eine Outdoor-Bar mit Getränken und Snacks sowie ein gut bestückter Büchertisch der Buchhandlung Lesezeichen aus Kreuzau. Nachdem alle Krimifans in „ihre“ Gruppe eingeteilt worden waren, konnte es mit dem Mord(s)vergnügen los gehen. Die vier namhaften Autoren Ulrike Bliefert, Eva Maaser und das Autorenduo Uwe Wilhelm und Martin Lutz hatten je eine halbe Stunde, das Publikum in ihrem jeweils ganz eigenen Bann ihrer Bücher zu ziehen. Jede Gruppe besuchte jede Autorenlesung.

Im Dachgeschoss des Bergfriedes hatte es sich Eva Maaser mit ihrem Roman „Tod unter Whisky Freunden“ gemütlich gemacht. Der ein oder andere Schluck aus der Whiskyflasche half der studierten Germanistin und Kunsthistorikerin dabei. Erst am Ende bei der Autogrammrunde verriet sie, was für ein Getränk in Wirklichkeit in der Wiskyflasche war. Ihrem Publikum heizte heißer Tee und vor allem die spannend vorgetragene Kostprobe ihres Krimis ein.

Zwei Stockwerke tiefer konnten die Besucher und Besucherinnen ins Berlin der 70er Jahre eintauchen. Uwe Wilhelm und Martin Lutz spickten ihren Krimi „Teufelsberg“ mit interessanten, geschichtlichen Anekdoten und verteilten als Anschauungsmaterial sogar angeblich echte „Hasch-Kekse“ aus dem Jahr 1969. Die beiden Journalisten und Drehbuchautoren verstanden es hervorragend historische Fakten, Fiktion und eine große Portion Humor in einer großartigen Mischung zu präsentieren.

In der stimmungsvollen Burgkapelle der Burg Nideggen, direkt neben dem Kerker, konnten die Krimi-Fans schließlich der mit zahlreichen Dialekten gespickten Stimme von Schauspielern und Autorin Ulrike Bliefert lauschen. Mit ihrem Kriminalroman „Der Tod der Schlangenfrau“ entführte sie das begeisterte Publikum in das Berlin des 20. Jahrhunderts. Bei ihrem Eintreffen im Bergfried sagte die Schauspielerin, dass sie aus Pandemie-Gründen eine Anfrage für einen Tatort-Dreh abgesagt hätte, aber als ihre Agentin ihr von der Anfrage zum "MordsVergnügen" berichtete, stand ihre Zusage sofort fest. Das Ambiente dieser Veranstaltung wollte sie nicht verpassen. Ulrike Bliefert war zum zweiten Mal dabei. Vor zwei Jahren hatte sie aus: "Die Samariterin" gelesen.

Im Anschluss an die Lesungen hatten die Gäste auch noch die Gelegenheit, Bücher ihrer Lieblingsautoren zu erwerben und diese vor Ort von den namhaften Vorlesenden signieren zu lassen.

Luzia Schlösser, Leiterin des Burgenmuseums Nideggen, bedankte sich herzlich bei den Sponsoren der Krimi-Nacht: Der Sparkasse Düren sowie Westenergie. Aber auch allen Organisatoren im Hintergrund sprach sie ihren Dank für die tolle Vorbereitung aus.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • © Brigitte Lerho
  • © Brigitte Lerho

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Datenschutzerklärung