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Kreis Düren

"Der Neue", seine Pläne und Visionen

Hagen Hußmann ist der neue Schulleiter am Berufskolleg für Technik in Düren. Ein Einblick in seine Pläne, Ideen und Herausforderungen.

Wechsel mitten in der Pandemie

Hagen Hußmann ist, wie man so schön sagt, "der Neue". Neu im Kreis Düren und neu am Berufskolleg für Technik. Er tritt in die Fußstapfen des langjährigen Schulleiters Erhard Kusch und hat in der herausfordernden Coronazeit einen neuen beruflichen Schritt gemacht.

Zuletzt war er am Berufskolleg in Alsdorf als kommissarischer Schulleiter tätig. Seit dem 29. März dieses Jahres führt ihn sein Weg allerdings täglich nach Düren – als neuer Schulleiter des Berufskollegs für Technik Düren. Er unterrichtet die Fächer Elektrotechnik, Technische Informatik und Evangelische Religion. Es war eine sehr bewusste Entscheidung, von Alsdorf nach Düren zu wechseln, sagt er. Nicht nur, weil er nun Leiter des Berufskollegs ist, sondern weil ihn dieses Berufskolleg wirklich gereizt habe. „Die Schule hat überregional einen sehr guten Ruf – der mitunter auf der guten Ausstattung und der guten Zusammenarbeit mit dem Schulträger beruht“, sagt Herr Hußmann. Schulträger ist der Kreis Düren. Neben dem Berufskolleg für Technik ist der Kreis auch Schulträger für die drei weiteren Berufskollegs Nelly-Pütz, Kaufmännische Schulen des Kreises Düren und das Berufskolleg in Jülich.

Hagen Hußmann ist der neue Leiter des Berufskolleg Technik in Düren

Auch wenn inzwischen ein paar Wochen vergangen sind, so kann man schon sagen, dass Herr Hußmann sich noch ein wenig in der Kennenlernphase befindet. In Pandemie-Zeiten ist es eben deutlich schwieriger alle kennenzulernen. Mit und mit habe er Einzeltreffen organisiert, um zumindest das Kollegium zu sehen. Immerhin arbeiten 58 Menschen in der Schule. Zudem suchte Herr Hußmann sehr schnell den Kontakt zum Schulträger und den anderen Berufskollegs und setzt damit die enge Zusammenarbeit seines Vorgängers Erhard Kusch nahtlos fort. Der Kontakt zu den Schülern war hingegen gerade zu Beginn etwas eingeschränkt. „Nur die Abschlussklassen waren vor Ort. Alle anderen Schüler wurden digital unterrichtet“, sagt Herr Hußmann. Gerade das stellte ihn von Anfang an vor große Herausforderungen: „Wöchentlich haben wir neu überlegt, neu konzeptioniert, wie wir am besten vorgehen. Die Coronazeit war und ist eine intensive, eine spannende Zeit. „Dabei,“ sagt der 48-Jährige., „wurden Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Dualen Partner in der Berufsausbildung über die Homepage http://www.bkt-dueren.de , per E-Mail, die digitale Lernplattform und die sozialen Medien auf dem Laufenden gehalten.“

Nichtsdestotrotz behielt Herr Hußmann fernab von Corona auch die laufenden und die zukünftigen Projekte im Auge. Stillstand ist im technischen Bereich ein Fremdwort. „Wir sind im Fluss und haben Projekte, die wir weiterführen“, sagt er. Ein großes Projekt ist das sogenannte MakerSpace-Labor. Dort stehen u.a. seit Mai ein 3D-Drucker, der Metallwerkstücke drucken kann, sowie viele 3D-Drucker für Kunststoffe. „Das ist etwas ganz Besonderes“, so der Schulleiter. Tatsächlich kam der MakerSpace auch schon in der Pandemie zum Einsatz. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer entwickelten unter der Anleitung von Bereichsleiter Herrn Dipl. Ing. Axel Großmann eine Halterung für die Ablage des Probenmaterials der Corona-Schnelltests und produzierten diese in Serie. Ein gutes Beispiel, wie Theorie und Praxis im BK für Technik zusammengeführt werden. 

"Hier am BK für Technik war es immer schon immer von Bedeutung, den Bezug zur realen Arbeitswelt herzustellen. Und vor allem, den Kontakt zu den dualen Partnern, Innungen und Kammern zu pflegen", sagt Herr Hußmann. Das hat er sich auch auf die Fahne geschrieben. „Denn,“ so sagt der neue Schulleiter, „wer das BK für Technik besucht, arbeitet schon mit Maschinen, die er/sie im Beruf wiederfinden wird. "Die Ausstattung ist auf dem modernsten Stand. Wir haben Laborräume, Spezialgeräte, WLAN und Maschinen, die es nur an wenigen Schulen gibt. Damit ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Gestaltung eines modernen Unterrichts." Diese Maschinen kommen aus dem beruflichen Alltag. Damit gelingt es am Berufskolleg für Technik, die Bandbreite zwischen klassischem Handwerk und Arbeitswelt 4.0 unter einem Dach anzubieten. Somit erlernen die Schüler schon während der Schulzeit die Kompetenzen, die sie an ihrem Arbeitsplatz wirklich benötigen. 

Institut für Cybersicherheit 

Am Berufskolleg für Technik in Düren an der Nideggener Straße können Interessierte ab sofort auch am Institut für Cybersicherheit und digitale Innovation studieren. So bietet die Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) den Bachelor Digital Business Management an, die University of Gloucestershire (UoG) das Bachelor-Programm Cyber and Computing Security. Am Standort in Düren starten die Programme mit dem kommenden Wintersemester im Oktober. Neben den akademischen Abschlüssen werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Mehr dazu auf:  https://www.fh-mittelstand.de/dueren  (Öffnet in einem neuen Tab)

 

Der ehemalige Schulleiter Erhard Kusch im Gespräch

Der letzte Arbeitstag von Erhard Kusch als Schulleiter des Berufskollegs für Technik Düren liegt inzwi­schen schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Nach 21 Jahren in dieser Funktion blickt er zurück auf eine Zeit, in der sich die Arbeitswelt und die Gesellschaft insgesamt vielfältig und überaus dynamisch weiterentwickelt haben. Im Interview schaut er zurück auf einige wesentliche Erfahrungen seiner für ihn sehr erfüllenden Arbeit als Schulleiter.

Herr Kusch, Sie haben das Berufskolleg für Technik Düren 21 Jahre geleitet. Was prägte Ihre Arbeit als Schulleiter am meisten, wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken?

Kusch: Die Arbeit als Schulleiter war durchgehend überaus interessant und abwechslungsreich. Langeweile kam nie auf. Die kurzen Innovationszyklen in den technischen Berufen gingen einher mit immer wieder neuen berufspädagogischen und technischen Herausforderungen. Aus der engen Kooperation mit etwa 500 Ausbildungsbetrieben und den technischen Fach­hochschulen und Hochschulen in unserer Region entstanden beständig neue Impulse. Das bot viele Chancen, um das Lernen unserer Schülerinnen und Schülern innovativ weiterzu­entwickeln und neu auszurichten auf die sich verändernden Anforderungen in der Arbeits­welt. 

Was war die wesentliche Leitidee in Ihrer Arbeit als Schulleiter?   

Kusch: Das Berufskolleg für Technik Düren hat den Auftrag, junge Menschen im Kreis Düren kom­petent zu machen für einen technischen Beruf und/oder für ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stand und steht insofern die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Unser Ziel war es, das Bildungsan­gebot darauf auszurichten, sie in ihren vielfältigen Talenten und Interessen zu fördern und zu unterstützten, so dass sie den zu ihnen passenden Beruf finden. 

Was waren für Sie ganz besondere Herausforderungen in Ihrer Arbeit?   

Kusch: Besondere Bedeutung für die Arbeit in unserem Berufskolleg haben die kurzen Innovations­zyklen in der Technik. Sie müssen im Blick gehalten und in die unterrichtliche Arbeit einge­bunden werden. Zudem mussten die Voraussetzungen geschaffen werden, um das Aus­bildungsangebot gezielt zu erweitern im Hinblick auf veränderte Kompetenzprofile, Berufs­bilder und Berufe, die in den Handwerks- und Industriebetrieben in der Region benötigt wer­den. Dies betraf in den 21 Jahren insbesondere die Neuerungen in der Informationstechnik.

Der Vorgänger des jetzigen Schulleiters Hagen Hußmann, Erhard Kusch, blickt auf eine spannende Zeit zurück.

Was hat Sie in Ihrer Arbeit als Schulleiter besonders erfüllt?

Kusch: Die Arbeit als Schulleiter hat mir viel Freude gemacht. Sie war erfüllend, aber auch fordernd und sehr arbeitsintensiv, und ich bin meiner Frau überaus dankbar, dass sie das mitgetragen hat und dass sie den geordneten und harmonischen privaten Rahmen geschaffen hat, um dies leisten zu können. 

Und was können Sie im Nachgang über Ihre Kolleginnen und Kollegen sagen?

Kusch: Besonders herausstellen möchte ich in der Tat die Leistungen des Kollegiums. Stolz bin ich darauf, dass es uns im Berufskolleg für Technik Düren aufgrund der fachlichen Expertise und des Engagements der Lehrkräfte und unterstützt durch die professionellen Ausstattun­gen immer wieder erfolgreich gelungen ist, innovative Impulse für technische Weiterentwick­lun­gen in Betrieben in der Region zu geben. Das Berufskolleg hatte auch stets einen guten Draht zu den vielfältigen Partnern. 

Wie würden Sie diese Verbindung rückblickend beschreiben? 

Kusch: Die vertrauensvolle Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben, mit den Kammern und Verbänden, der Kreis­handwerkerschaft, der Bezirksregierung Köln und insbesondere auch mit dem Kreis Düren als Schulträger waren mit verantwortlich für den Erfolg unserer Arbeit. Ein wesentlicher Bei­trag war, dass die Politik und die Schulverwaltung des Kreises Düren sehr verantwortungs­voll die Mittel bereitgestellt haben, um durch eine professionelle Ausstattung unsere berufs­pädagogische Arbeit zu unterstützen. 

Möchten Sie "Ihrem" Berufskolleg noch etwas mit auf den Weg geben?

Kusch: Allen danke ich für Ihre Unterstützung des Berufskollegs für Technik Düren und meiner Arbeit als Schulleiter und wünsche unserem Berufskolleg weiterhin viel Erfolg!

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