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Kreis Düren

Das Herzstück des Kreises Düren sind die Familien

Gemeinsame Wege gehen, zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen und da sein, wenn es mal schwieriger wird – das sind nur einige wenige Eigenschaften, mit denen man eine „Familie“ beschreiben könnte.

Das Kind im Mittelpunkt

Kinderlachen ist im Kreis Düren gern gesehen. Um Familien zu unterstützen, gibt es zahlreiche Angebote.

Gleichzeitig sind es aber auch die Leitpunkte, die dem Kreis Düren wichtig sind und die auch bei der Familienarbeit eine besondere Rolle spielen – und es gehört noch viel mehr dazu:

Mit der „Initiative Familie im Kreis Düren: Eine runde Sache“, die der Kreis Düren 2008 mit zahlreichen engagierten Menschen gründete, sollen die Rahmenbedingungen für Familien im Kreis Düren immer weiter verbessert und ausgebaut werden. "Familienfreundlichkeit ist gewissermaßen in der DNA des Kreises verankert. Das Ziel ist es, den Kreis Düren noch attraktiver und familienfreundlicher zu gestalten", sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. In den vergangenen 13 Jahren ist schon einiges passiert.

Da aufgrund der vielen Angebote, Unterstützungsmöglichkeiten und finanziellen Förderungen für viele Familien oft der Überblick fehlt, gibt es seit diesem Jahr mit dem Familienbüro eine zentrale Anlaufstelle, die die richtigen Ansprechpartner vermittelt. Alle Dienstleistungen für Familien sind hier, im Erdgeschoss des Kreishauses C in Düren, gebündelt. Das Familienbüro macht seinem Namen alle Ehre, denn hier gibt es eine Spielecke für Kinder, einen Wickeltisch und auch Mütter können im Stillstuhl ihren Säugling versorgen. Der Kreis Düren ist zudem vom Landesverband der Hebammen NRW als stillfreundliche Kommune ausgezeichnet worden. "Als familienfreundlicher Kreis gehören diese Angebote für uns selbstverständlich dazu. Wir müssen niedrigschwellige Angebote schaffen, damit sich die Eltern, Kinder und die ganzen Familien hier wohlfühlen. Wir zeigen ihnen damit, wie sehr wir sie wertschätzen", sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren des Kreises Düren. Die Familien seien für die langfristige Entwicklung des Kreises Düren wichtig, denn auch die Einwohnerzahl soll im Rahmen der Wachstumsoffensive bis 2025 von 270.000 auf 300.000 ansteigen. 

Die Wertschätzung für Familien fängt schon bei der Geburt des Kindes an. „Willkommen im Leben” sagen ausgebildete Ehrenamtlerinnen den Babys seit zehn Jahren. Der "Babybegrüßungsdienst" stattet mit Einverständnis den Eltern einen kurzen coronakonformen Besuch ab. In einem Rucksack bringen die Ehrenamtlerinnen kleine Geschenke, Gutscheine und wertvolle Informationen rund um das Thema Familie und Ansprechpartner mit. Auch finanziell hilft der Kreis Düren weiter, zum Beispiel mit der Familienkarte. Um im Alltag den ein oder anderen Euro einzusparen, können sie bei den Partnern fast 500 Angebote im Kreis Düren und der benachbarten Städteregion Aachen nutzen, vom verbilligten Eintritt bis zum Rabatt an der Ladenkasse. Apropos Geld, die Kita-Gebühren wurden im Kreis Düren weitestgehend abgeschafft. So müssen Eltern, die nicht über ein Einkommen von mehr als 120.000 Euro im Jahr verfügen, für die Betreuung ihrer Kinder nichts zahlen. Eltern, die einen Kindergartenplatz für ihren Nachwuchs suchen, können sich zudem einfach über das Online-Portal "Kita-Navigator" alle verfügbaren Plätze im Zuständigkeitsbereich des Kreis-Jugendamtes aufrufen und online den Betreuungswunsch an die Tageseinrichtung senden. Alle Kitas im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes stellen hierbei ihre individuellen Angebote vor. Um die Trägervielfalt im Kreis Düren zu vergrößern, ist der Kreis Düren seit 2017 selbst Träger von Kindertagesstätten. Die Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, trägt mittlerweile die Verantwortung für 30 Einrichtungen. "Das Kind im Mittelpunkt" ist die Basis und der Leitspruch, der tagtäglich gelebt wird.

"Jedes Kind ist individuell und dessen wollen wir in unserer pädagogischen Arbeit gerecht werden", sagt Elke-Ricken Melchert, die auch im Trägervorstand ist. Dabei spiele auch die Inklusion und die Integration eine wichtige Rolle. "Wir wollen die Vielfalt in unseren Einrichtungen fördern und die Gemeinschaft stärken. Unsere Gesellschaft lebt vom Miteinander. Wir sind alle unterschiedlich und haben verschiedene Stärken. Das wollen wir den Kleinsten schon früh fürs Leben mitgeben", sagt Ricken-Melchert. Individuelle Betreuung, ausreichend Bewegungsangebote, Nachhaltigkeit und eine ausgezeichnete pädagogische Qualität haben in den Kitas einen hohen Stellenwert.

Dass es funktioniert, zeigt eine Umfrage unter Familien des Kreises Düren aus dem Jahr 2018. 96 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gerne oder sogar sehr gerne im Kreis Düren leben. Eine tolle Rückmeldung, die die Richtung, die der Kreis geht, bestätigt. 

Die Prävention spielt eine ebenso wichtige Rolle in der Kinder- und Jugendarbeit des Kreises Düren. Mit der Initiative "Gut aufwachsen im Kreis Düren" wurde ein vorbeugender Ansatz zur Verbesserung der Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen geschaffen – getreu dem Motto: lieber Vorsorge statt Nachsorge. Die Ziele der Initiative sind, eine gemeinsame Haltung zum Präventionsgedanken zu entwickeln, die gesamte Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Blick zu haben, bestehende Netzwerke zu verknüpfen und vorhandene Ressourcen zu optimieren. Dazu gibt es viele frühzeitige Angebote, ein gutes Netzwerk, Präventionsschulungen und gemeinsam gestaltete Fachtagungen, Konferenzen, Workshops und vieles mehr.

Eine "typische" Familie gibt es nicht. Jede Familie ist individuell und beinhaltet auch Groß- und Urgroßeltern. Daher gibt es viele generationenübergreifende Projekte, die angeboten werden. Während der Corona-Pandemie konnten leider nicht alle Veranstaltungen stattfinden, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. der Rad-Aktionstag für Jung und Alt, Familientage im Freizeitbad, Kino oder im Brückenkopfpark, Spiele, Mal- und Fotowettbewerbe oder gemeinsames Essen stehen fest auf der Agenda, wenn es wieder unbeschwert möglich ist.

Stillstand darf es nicht geben – wie eine Familie entwickelt sich der Kreis mit seinen Angeboten immer weiter. Neue Herausforderungen kommen, die nur gemeinsam bestritten werden können

 

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  • Dominika Stollenwerk
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