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Kreis Düren

Wie Hydrolino über den Stoff der Zukunft aufklären soll…

Der Projektkurs der Europaschule Langerwehe will den Menschen das Thema Wasserstoff näher bringen. Das Maskottchen soll dabei helfen

Plakate im gesamten Kreis zu sehen

Wer ist eigentlich Hydrolino? Die Antwort auf diese Frage, die seit einiger Zeit auf Plakaten im Kreis Düren in großen Buchstaben steht und neugierig machen soll, kennt der Projektkurs Wasserstoff der Europaschule Langerwehe. Denn dieser Oberstufenkurs hat die Plakate entworfen und Hydrolino in den Mittelpunkt ihrer Kampagne gerückt.

Hydrolino ist das Maskottchen des Projektkurses und hat die Aufgabe, den (vor allem jüngeren) Menschen im Kreisgebiet das Thema Wasserstoff mit einfachen Worten zu erklären und näher zu bringen. Jan Eichhorn und Julian Böttcher sind zwei von insgesamt acht Schülern (darunter eine Schülerin), die den wöchentlichen Kurs freiwillig als Zusatzleistung in der 12. Klassen (Q1) belegen. "Wasserstoff ist ein sehr guter Stoff für die Industrie, beispielsweise als Treibstoff in der Automobilbranche", sagt der 19-jährige Jan. Sein 18-jähriger Mitschüler Julian Böttcher ergänzt: "Wasserstoff ist und kann viel mehr als denkt. Wir haben den Eindruck, dass viele nicht genug über Wasserstoff wissen. Wir wollen mit der Aufklärungskampagne um Hydrolino dafür sorgen, dass es eine hohe Akzeptanz bei den Menschen gibt und auch der Nachhaltigkeitsaspekt verstanden wird."

Landrat Wolfgang Spelthahn (hinten rechts) freut sich bei der Vorstellung der Plakate über das große Engagement des Wasserstoff-Projektkurses der Europaschule Langerwehe.

Beide wollen nach der Schule an der RWTH Physik bzw. Wirtschaftsingenieurwesen studieren. "Wir wollen uns schon früh mit den Themen beschäftigen, die später nach der Schule für uns relevant sind", sagt Julian Böttcher. Der Projektkurs gibt ihnen eine erste theoretische Orientierung, aber auch einen praktischen Einblick in die Forschung und auch erste Kontakte in die Berufswelt können dank des Kurses geknüpft werden. Unterstützt werden die Schüler im Kurs nicht nur von ihren Lehrerinnen Wiebke Gerhardt und Janine Dassen, sondern auch von Frank Burkard und Marius Richter vom Wasserstoff-Team des Kreises Düren, die einmal im Monat den Projektkurs besuchen. Zuletzt war auch Landrat Wolfgang Spelthahn vor Ort, um sich insbesondere über die Plakatkampagne mit Hydrolino zu informieren. Insgesamt vier Plakate werden nacheinander veröffentlicht, die zeigen, wo und wie Wasserstoff nutzbar ist und welche Vorteile diese klimafreundliche Alternative bringt.

"Ich bin sehr begeistert von den Plakaten. Sie bringen genau das auf den Punkt, was wir mit unserer Wasserstoff-Offensive vermitteln wollen", sagte der Landrat. Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein im Strukturwandel. Bald werden die ersten wasserstoffbetriebenen Busse im Kreis Düren fahren. Die erste Wasserstoff-Tankstelle, die derzeit in Düren im Großen Tal gebaut wird, ist ebenfalls bald einsatzbereit. Auf den Schienen sollen im kommenden Jahr die ersten Wasserstoff-Züge unterwegs sein. Produziert wird der Wasserstoff auch direkt vor der Haustür. Am Brainergy-Park in Jülich wird einer der größten Solarparks in NRW entstehen. Die Sonnenenergie wird verwendet, um über ein sogenanntes Elektrolyseverfahren Wasserstoff herzustellen.  

Zukunftspotenzial erkannt

Das Zukunftspotenzial des Kreises Düren haben auch die beiden Schüler erkannt. "Hier entwickelt sich gerade sehr viel. Auch der Projektkurs orientiert sich natürlich an der Zukunft und so wollen wir auch dazu beitragen, den Kreis Düren mitzugestalten", sagt Jan Eichhorn.

Der Kurs hilft den Schülern dabei, ihr Wissen und Können auszubauen. Neben dem Umgang mit den Text- und Bildverarbeitungsprogammen auf dem Computer, lernen sie auch Hilfreiches für später. "Wir befassen uns auch damit, Daten von Studien anzugucken und auszuwerten, das ist extrem viel wert und gleichzeitig macht das Arbeiten in dem Kurs extrem viel Spaß", weiß Julian Böttcher. Die Schülerin und Schüler haben noch viele weitere Ideen, wie man den Wasserstoff bekannter machen kann. Damit nehmen sie zudem an einem Wettbewerb des Projekts „Rheinisches Revier – Jugend gestaltet den Strukturwandel“ vom gemeinnützigen Verein ANTalive teil. "Man darf gespannt sein, was noch kommen wird", kündigen die beiden Großes an.

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