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Kreis Düren

Heilerziehungspfleger am Nelly-Pütz-Berufskolleg - ein Beruf für mich?

Wir haben mal nachgefragt bei zwei Menschen, die den Beruf bereits gewählt haben. In einem kurzen Interview berichten Sophie Gorges und Tobias Cichon über ihre Erfahrungen.

"Das Tolle daran ist, dass wir miteinander arbeiten."

Warum ausgerechnet der Beruf als Heilerziehungspfleger/in?

Sophie: Das war nicht mein erster Gedanke. Erst nach meinem Praktikum in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung, konnte ich mir eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin gut vorstellen. Für mich die richtige Entscheidung.

Tobias: Bei mir war es ähnlich. Erst nach meiner Zeit beim Bundesfreiwilligendienst und auf den Rat meiner damaligen Arbeitskollegen, bin ich auf die Ausbildung aufmerksam geworden. Sie meinten damals, die Ausbildung passe zu mir, das hat mich neugierig gemacht.

Berufspraktikum, Qual der Wahl! Wo arbeiten Sie und was sind Ihre Aufgaben?

Sophie: Ich absolviere mein Berufspraktikum in einer Werkstatt. Die Mitarbeiter werden bei uns pflegerisch unterstützt, in den Tagesablauf integriert und erledigen verschiedenste Arbeitsaufträge, wie das Anfertigen eines Grillanzünders. Das Tolle daran ist, dass wir miteinander arbeiten. 

Tobias: Mein Berufspraktikum absolviere ich in einem Wohnheim und habe sowohl Früh- als auch Spätdienst. Meine Hauptaufgaben sind die Pflege und Versorgung der Bewohner sowie deren Freizeitgestaltung als auch deren Erhaltung von Fähigkeiten und Ressourcen. 

Warum machen Sie die Arbeit gerne? Gibt es auch Herausforderungen?

Tobias: Ich nehme das Leben jetzt ganz anders wahr, sehe manche Dinge nicht mehr als selbstverständlich an. Die Arbeit mit den Klienten erfordert viel Geduld, aber man wächst mit seinen Aufgaben.

Sophie: Ich schätze das mir entgegengebrachte Vertrauen, die intensive Zusammenarbeit und die direkte Rückmeldung. Ich bin jetzt viel erwachsener geworden! Individuelle Betreuung, verständliche Kommunikation sowie Aufmerksamkeit sind nur einige der Herausforderungen.

Haben Sie Tipps für Berufsinteressierte? 

Sophie/Tobias: Rechne damit, dass die Ausbildung einem viel abverlangt! Man muss viel lernen und hat eine große Verantwortung. Aber ich finde es cool, dass es viele Bereiche gibt, in denen man arbeiten kann (Werkstatt, Wohnheim, betreutes Wohnen, Pflege, Kindergarten). Sei empathisch und offen, lass dich auf die Sachen ein.

Interview von Sandra Keuter

Freie Plätze in der Fachschule für Heilerziehungspflege am Nelly-Pütz-Berufskolleg!

Voraussetzung: Fachoberschulreife und eine mindestens zweijährige Ausbildung, z.B. im Bereich Kinderpflege/Sozialassistenz oder der erfolgreiche Besuch der Fachoberschule Gesundheit und Soziales. Abiturienten können die Ausbildung nach einem nur sechswöchigen Praktikum im Schuljahr 2022/2023 beginnen. 

Finanzielle Unterstützung: Umschulungen werden über die Agentur für Arbeit finanziert. In den ersten beiden Jahren erfolgt die Ausbildung am Nelly-Pütz-Berufskolleg als Unterricht, der durch ein achtwöchiges Praktikum ergänzt wird. Während der Ausbildung können die Studierenden elternunabhängiges Aufstiegs-Bafög als Zuschuss in Höhe von ca. 800 Euro beantragen. Im dritten Jahr wird das Berufspraktikum mit einem tarifgebundenen Gehalt in einer Einrichtung der Behindertenhilfe absolviert. 

Vielfältige Arbeitsplätze in Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Kindertageseinrichtungen oder im ambulant betreuten Wohnen sind in Düren und Umgebung vorhanden!

Weitere Infos auf:  www.nelly-puetz-bk.de (Öffnet in einem neuen Tab);  www.aufstiegs-bafoeg.de (Öffnet in einem neuen Tab)

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Bildnachweise

  • Gaj Rudolf/stock.adobe.com

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