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Kreis Düren

Energieversorger im Kreis Düren setzt auf Wasserstoff

Landrat Wolfgang Spelthahn besucht die GELSENWASSER AG, die auf ihrem Betriebsgelände in Linnich mit Wasserstoff heizt.

Weg zur Wasserstoff-Modellregion

Landrat Wolfgang Spelthahn (3.v.l.) besuchte in Linnich den Energieversorger GELSENWASSER AG, der sein Verwaltungsgebäude und eine Werkshalle auf Basis von Wasserstoff heizt.

Das Thema Wasserstoff, kurz: H2, zieht im Kreis Düren immer weitere Kreise. Fünf Busse sind bereits auf H2-Basis unterwegs, bald die ersten Züge, die erste Tankstelle ist eröffnet, weitere folgen. Mit dem Energieversorger GELSENWASSER AG, der die Stadt Linnich mit Wasser und Gas versorgt, heizt jetzt auch ein Unternehmen mit Wasserstoff. "Der Standort Linnich ist ein wesentliches Element unserer Wasserstoffstrategie. Nicht nur, weil das Projekt gerade mit dem Nachhaltigkeitsaward der ZfK ausgezeichnet wurde, sondern auch, weil der Kreis Düren schon heute ein echter H2-Hub ist mit all seinen Aktivitäten", sagt Dr. Arnt Baer, Leiter Politik und Verbände bei Gelsenwasser.

Landrat Wolfgang Spelthahn, der seit Jahren die Wasserstoffentwicklung im Kreis Düren vorantreibt, hat den Energieversorger jetzt mit dem H2-Team des Kreises Düren besucht. "Wir brauchen genau solche Unternehmen wie Gelsenwasser", sagte der Landrat. "Sie zeigen, dass es längst möglich ist, sinnvoll auf Wasserstoffanwendungen zu setzen."

Die GELSENWASSER AG beziehungsweise ihre Netzgesellschaft, die GELSENWASSER Energienetze GmbH, nutzt zum Transport von H2 bisherige Erdgasleitungen. "Wir wollen testen, wie das funktioniert", sagt Arnt Baer. Der Wasserstoff wird auf dem Betriebsgelände in Linnich genutzt, um eine Werkstatthalle und das Verwaltungsgebäude mit H2 zu heizen beziehungsweise das Wasser zu erwärmen. Sobald grüner H2 verfügbar ist, hat das Gelsenwasser-Projekt deutschlandweit einen Modellcharakter, weil auch andere Versorgungsunternehmen auf diesem Weg auf klimaneutralen Wasserstoff umsteigen können.

Der Versuch läuft seit Herbst vergangenen Jahres und dauert ein Jahr. Beim offiziellen Start war damals auch NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur dabei. "Es ist enorm wichtig, dass wir im Kreis Düren sichtbar machen, dass Wasserstoff ein wichtiger Energieträger der Zukunft ist", sagt der Landrat auch mit Blick auf den Strukturwandel im Kreis Düren. "Wir waren immer Energieregion und wollen es auch bleiben." Das bringe neue Arbeitsplätze und neue Einwohnerinnen und Einwohner in den Kreis. Vor allem helfe es auf dem dringend notwendigen Weg in die Klimaneutralität", so der Landrat. 

Die GELSENWASSER AG nennt ihr Betriebsgelände in Linnich selbst eine Wasserstoff-Wärmeinsel. Wenn es nach Landrat Wolfgang Spelthahn geht, wird es künftig im Kreis Düren immer mehr solcher Inseln geben, die sich irgendwann zusammenfügen zu einer großen einheitlichen Landfläche mit dem treffenden Namen: Wasserstoff-Kreis Düren.

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