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Kreis Düren

Neue Corona-Fälle auf Jülicher Obsthof: "Wir möchten in solchen Fällen keine Zeit verlieren"

Im Kreis Düren sind über das Wochenende weitere 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei 16 Infizierten handelt sich um Erntehelfer eines Jülicher Obsthofes. Der gesamte Betrieb steht seither unter Quarantäne, über 280 Menschen sind in kürzester Zeit getestet worden.

Umgehend isoliert

"Die erste positiv getestete Person hatte sich sofort mit Auftreten der ersten Symptome bei ihrem Arbeitgeber gemeldet und ist daraufhin umgehend abgestrichen und isoliert worden", sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. "Daraufhin sind auch alle weiteren Mitarbeiter des Hofes abgestrichen worden", so Landrat Spelthahn weiter. "Wir möchten in solchen Fällen keine Zeit verlieren. Denn Zeit ist ein entscheidender Faktor, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. So hat das Labor auch bis in die Nacht hinein alle Tests ausgewertet, damit entsprechende Maßnahmen getroffen werden konnten."

Enger Austausch mit der Stadt Jülich

"In den nächsten Tagen werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur weiteren Überprüfung noch mehrfach getestet werden", sagt Dr. Norbert Schnitzler, Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes.

Das Gesundheitsamt des Kreises Düren steht daher in engem Austausch mit der Stadt Jülich und dem dortigen Ordnungsamt. "Wir waren vor Ort und haben uns ein Bild der Situation gemacht. Der Hof ist sehr gut organisiert. Die Menschen dort arbeiten in Gruppen zusammen, die getrennt voneinander eingeteilt sind. Auch die Wohnsituation ist gut. Zudem hat der Hof in Abstimmung mit uns und der Stadt Jülich strenge Hygienemaßnahmen umgesetzt", sagt Dr. Schnitzler. Mitarbeiter, die negativ getestet worden sind und zudem keinen Kontakt zu positiv getesteten Personen hatten, dürfen unter strengen Hygienemaßnahmen ihrer Arbeit weiterhin nachkommen. Sie verlassen den Hof nur, um auf den Feldern zu arbeiten. Für die Fahrt im Bus, der sie dorthin bringt, hat der Rettungsdienst des Kreises den Betrieb mit FFP-2-Masken ausgestattet.

Im Kreis Düren sind demnach aktuell 70 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, es gibt 20 neue Fälle im Kreisgebiet. 600 Menschen sind inzwischen wieder genesen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der positiv getesteten Menschen damit auf 710 (plus 20 seit 31.7.).

Die 70 Infizierten verteilen sich wie folgt auf das Kreisgebiet:

Aldenhoven: 1 (Gesamtzahl aller jemals Erkrankten je Ort: 43); Düren: 38 (217); Heimbach: 0 (6); Hürtgenwald: 0 (9); Inden: 0 (26); Jülich: 21 (123); Kreuzau: 0 (27); Langerwehe: 3 (88); Linnich: 0 (53); Merzenich: 0 (5); Nideggen: 0 (20); Niederzier: 4 (35); Nörvenich: 0 (15); Titz: 2 (21); Vettweiß: 1 (22) (Stand 13 Uhr). Die Anzahl der Todesopfer beträgt nach wie vor 40.

Alle Kontakte auf einen Blick

Morgen gibt es hier wieder Rat und Hilfe:

Telefonzentrale des Kreises Düren: 02421/220

Straßenverkehrsamt (Zulassungsstelle): 02421/221036900

Straßenverkehrsamt (Führerscheinstelle): 02421/221036999

Corona-Hotline: 02421/221053920

Job-com: 02421/221560000

Service-Nummer für Unternehmen: 02421/221061214

Jugendamt und Frühe Hilfen: 02421/221051900

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