Künstliche Intelligenz anwenden, aber auch hinterfragen
Als Hauptpreisträger erhält die Schule ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. „Unser Anspruch ist es, jungen Menschen die Fähigkeiten mitzugeben, die sie für eine sich wandelnde Berufs- und Lebenswelt benötigen. Diese Auszeichnung ist eine großartige Würdigung unserer Arbeit und zugleich Ansporn, uns weiterhin zu entwickeln“, sagt Schulleiterin Simone Menser-Dargel.
Das Besondere am Konzept des Berufskollegs ist, dass Künstliche Intelligenz nicht als Selbstzweck verstanden wird. Vielmehr geht es darum, ihren Einsatz pädagogisch sinnvoll zu gestalten und den tatsächlichen Mehrwert für das Lernen regelmäßig zu überprüfen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsam entwickelte 3N-Modell: Nutzen, Notwendigkeit und pädagogische Nachhaltigkeit. Bei jeder Anwendung wird hinterfragt, ob KI wirklich gebraucht wird, welchen Mehrwert sie bietet und ob sie die Entwicklung eigener Kompetenzen unterstützt. Dabei bezieht das Berufskolleg die gesamte Schulgemeinschaft ein.
Das Berufskolleg geht noch einen Schritt weiter: Ein eigens entwickelter Sprachlernbegleiter erfasst individuelle Sprachstände, schlägt passende Lernaufgaben vor und gibt personalisierte Rückmeldungen. Lehrkräfte können Unterrichtsmaterialien gezielt an unterschiedliche Lerngruppen anpassen.
„Im Berufskolleg Jülich wirken moderne Technik, eine ansprechende Lernumgebung und guter Unterricht zusammen. Der Preis zeigt, dass unser Berufskolleg in Jülich eine großartige Arbeit leistet. Diese hervorragende berufliche Bildung trägt dazu bei, Fachkräfte für die Wirtschaft zu gewinnen. Das stärkt den Kreis Düren“, sagt Bildungsdezernentin Sybille Haußmann anerkennend.

