Ideen, die nicht in der Schublade bleiben
In Zeiten des Klimawandels ist es nicht nur wichtig, das Klima zu schützen, sondern sich auf die bereits spürbaren Folgen vorzubereiten. Genau hier setzen die drei Klimafolgenanpassungsmanager des Kreises Düren an. Valentin Pohlmann, Marko Dejanovic und Kevin Langenbach entwickeln gemeinsam mit den Fachämtern, den kreisangehörigen Kommunen und weiteren Partnern Projekte, die den Kreis widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Während Klimaschutz (das Fachgebiet ihres Kollegen Moritz Gebauer) darauf abzielt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, beschäftigt sich die Klimafolgenanpassung mit einer anderen Frage: Wie können Städte, Gemeinden und Landschaften so gestaltet werden, dass sie auch künftig mit Hitze, Trockenheit oder Starkregen gut umgehen können?
„Wir sorgen dafür, dass gute Ideen nicht in der Schublade bleiben, sondern realisiert werden können. Dazu koordinieren wir Projekte, finden passende Förderprogramme und unterstützen die Fachämter bei der inhaltlichen Ausarbeitung von bestimmten Maßnahmen“, sagt Valentin Pohlmann. Er und seine Kollegen arbeiten im Team der Stabsstelle für Klimaschutz und Mobilität unter der Leitung von Anne Schüssler. Bereits nach kurzer Zeit wurden erste Projekte gemeinsam mit verschiedenen Partnern auf den Weg gebracht. So haben sie beispielsweise Fördergelder für verschiedene Maßnahmen an kreiseigenen Schulen beantragt, Entsiegelungen bei Grundstücken angestoßen, zu „grünen Klassenzimmern“ beraten (hier soll Unterricht im Freien ermöglicht werden) oder zu Regenauffang- und Kühlsystemen informiert, um möglichst wenig Wasser beanspruchen zu müssen.
Der Großteil der Maßnahmen wird über Fördergelder abgedeckt. Im Zentrum der Arbeit der Klimafolgenanpassungsmanager stehen aber immer die Kommunen, mit denen gemeinsam geschaut wird, wo Bedürfnisse liegen und welche Herausforderungen in Zukunft relevant werden. „Wir wollen als Bindeglied die Kommunen, Einrichtungen, Partner, das Wissen und die Kompetenzen vernetzen, damit wir gemeinsam für die Klimafolgen gerüstet sind und voneinander profitieren“, betont Kevin Langenbach.
Grundlage ihrer Arbeit ist die Klimaanpassungsstrategie des Kreises Düren. Sie ist der Fahrplan für die kommunale und kreisweite Klimafolgenanpassung. In ihr sind Ziele, Maßnahmen und Zuständigkeiten gebündelt, damit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung arbeiten können.
Marko Dejanovic: „Wir sehen uns als Pioniere, denn das Thema der Klimafolgenanpassung ist noch verhältnismäßig neu. Für uns ist entscheidend, dass wir ins Handeln kommen und Projekte anstoßen.“ Fest steht: Ein klimaresilienter Kreis entsteht nicht durch einzelne Projekte, sondern durch langfristige Zusammenarbeit und vorausschauende Planung.
Teil der Klima-Challenge werden
Ein gepflanzter Baum, eine entsiegelte Fläche, ein Stück mehr Natur. Mit der Klima-Challenge lädt der Kreis Düren ein, aktiv zu werden. Ob Begrünung, nachhaltige Mobilität, Regenwassernutzung oder Energieeinsparung: In verschiedenen Handlungsfeldern wird gezeigt, wie vielfältig Klimaschutz und Klimaanpassung sein können. Teilen Sie gerne Ihre Maßnahmen, machen Sie Erfolge sichtbar. Mit dem Online-Formular können Sie Ihre Aktivitäten einreichen. Auf der Online-Karte sehen Sie die Erfolge aus der Region: www.kreis-dueren.de/klima-challenge (Öffnet in einem neuen Tab).

