Themenschwerpunkte benannt
Bisher beteiligen sich 21 Jugendliche aus elf kreisangehörigen Kommunen sowie zwei Jugendorganisationen (Kreisjugendfeuerwehr und Bezirksschüler*innenvertretung) am Parlament, das mindestens vier Mal im Jahr eine öffentliche Sitzung abhält. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Umso mehr freut es mich, dass Sie sich schon in jungen Jahren engagiert für die Demokratie einsetzen und sie somit stärken“, sagte Landrat Dr. Ralf Nolten zur Begrüßung. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie viel aus dieser Zeit mitnehmen und lernen, wie Politik funktioniert, um so auch im späteren Leben die Gesellschaft mitgestalten zu können.“
Die Jugendlichen sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und besuchen unterschiedliche Schulformen. Während eines Fortbildungswochenendes haben sie sich intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet und mit dem Gremium auseinandergesetzt. Jede beteiligte Kommune hat eine Delegierte oder einen Delegierten (mit Stellvertretungen) entsandt. Um Partizipation zu gewährleisten, sollen auch noch Mitglieder aus den verbleibenden Kommunen gewonnen werden.
Geleitet wurde die Sitzung von Katharina Nohr (Merzenich) und Niklas Franken (Langerwehe). Diesem Gremium der Sprecherinnen und Sprecher gehören zudem Elias Salacki (Niederzier) und Jeannine Melssen (Bezirksschüler*innenvertretung) an. Sie bilden gemeinsam mit Michelle Destrée von der Kreisverwaltung Düren die Geschäftsführung des Jugendparlaments. Die Jugendlichen, so betonten sie bei der Vorstellungsrunde, wollen etwas bewirken, ihre Interessen vertreten, mitreden und gehört werden. Dabei liegen die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Themen, die in Arbeitsgruppen diskutiert werden, unter anderem auf dem ÖPNV, dem Zugang zu Bildungsangeboten, auf Freizeitangeboten, der Demokratisierung oder auf erschwinglichem Essen an Schulen. Ziel ist es, der Jugend ein festes Mitspracherecht bei der Gestaltung des Kreises Düren zu geben. Die Delegierten können in allen Ausschüssen ein Rederecht erhalten und somit ihre Meinungen in die politischen Diskussionen einbringen. So sollen sie mit ihren Vorschlägen und Ideen die Kreispolitik bereichern und zur Meinungsbildung beitragen. Ein ständiger Tagesordnungspunkt bei Kreistagsitzungen ermöglicht es den Jugendlichen, über ihre Aktivtäten zu berichten.
Die Entstehung des Kreisjugendparlaments geht auf politische Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses und des Kreistags zurück, mit denen die Kinder- und Jugendpartizipation im Kreis nachhaltig gestärkt werden soll. 2024 wurde gemeinsam mit dem Institut für Jugendhilfe und Kommunalberatung e.V. ein umfassender Beteiligungsprozess gestartet, auf dessen Grundlage sich das Kreisjugendparlament geformt hat.

