Großformate und Farbe
Sichtlich gerührt nahm Antonio Nuñez den gläsernen Preis entgegen. Er bedankte sich bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die diesen wichtigen Tag mit ihm feierten. Und das waren viele. Im gut besuchten Glasmalerei-Museum Linnich fand die Feierstunde zu Ehren des Künstlers statt. Seine großflächigen und farbenfrohen Werke der Ausstellung „Die schlafende Stadt“ fanden Platz an den Wänden, Werke aus Beton auf Stelen. 1971 in Kuba geboren, studierte der Künstler von 1993 bis 1998 Malerei am Instituto Superior de Arte in Havanna. Nun lebt und arbeitet Antonio Nuñez in seiner Heimat Havanna und in seiner Wahlheimat Aachen. Er blickt auf eine beeindruckende internationale Laufbahn zurück. Geprägt durch renommierte Stipendien in der Schweiz, Kanada und der Fundación Ludwig de Cuba fand Nunez über die Peter und Irene Ludwig Stiftung den Weg nach Deutschland. Seit 2022 arbeitet er hier als freischaffender Künstler und hat sich fest in der regionalen und internationalen Kunstszene etabliert. Sein Fokus liegt auf großformatigen Gemälden, Collagen und Holzschnitten.
Er ist „ein Künstler, der mehrdimensional arbeitet“, sagte Landrat Dr. Ralf Nolten in seiner Ansprache. „Bei seiner Kunst bleibt das Auge hängen. Nehmen Sie sich Zeit für die einzelnen Werke“, betonte der Landrat. Antonio Nuñez verfüge über ein fundiertes Wissen und hohes Kunstverständnis. „Wir ehren einen außergewöhnlichen Künstler und einen besonderen Menschen“, sagte Museums-Leiterin Luzia Schlösser.
Die Werke des Kunstpreis-Trägers sind noch bis zum 26. April im Glasmalerei-Museum ausgestellt. Unterstützt wurde der Preis von der Sparkasse Düren.

