Die Würde im Wandel der Zeit
Die „Kunstroute der Toleranz“ führt durch drei Museen im Kreis Düren. Im Linnicher Glasmalereimuseum begann die Reihe mit dem Thema Zerbrechlichkeit. Nach dem Burgenmuseum (Würde) startet Anfang November die dritte Station „Befreiung“ in der Kunstakademie in Heimbach.
Zur Eröffnung der zweiten Ausstellung begrüßte unter freiem Himmel und bei herrlichem Sonnenschein auf der Burg Nideggen Landrat Dr. Ralf Nolten die Gäste und Vertreter der an der Kunstroute beteiligten Städte Nideggen, Heimbach und Linnich. Er hob die Bedeutung der Kunstroute und die der Würde hervor.
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Nideggen, Hubert Müller, bedankte sich für diese besondere Ausstellung und Museumsleiterin Luzia Schlösser gab anschließend einen inhaltlichen Überblick. Sowohl auf dem Außengelände und auf der Wehrplattform vor dem Museum als auch in der historischen Kapelle und im Verlies sind die Exponate zu sehen. Das Thema Würde und die Kunstobjekte schaffen in den alten Gemäuern auch eine Verbindung zum Mittelalter und laden zum Reflektieren darüber ein, wie sich der Begriff der Würde im Laufe der Zeit entwickelt hat. Ernesto Marques führte am Nachmittag durch die Ausstellung und erzählte mehr über die Entstehung und die Botschaft seiner Kunst. Für einen festlichen musikalischen Rahmen sorgte die Konzertdirektion Koltun mit Elene Kheoshvili an der Violine und Beka Maisuradze am Cello.
Die „Kunstroute der Toleranz“ ist damit in Nideggen angekommen und lädt noch bis zum 28. Februar dazu ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was die Würde des Menschen ausmacht – gestern, heute und morgen. Am 21. November wird ein Familientag und am 13. November eine musikalische Lesung zur Kunstroute der Toleranz im Burgenmuseum angeboten.

