Entlastung für die Rettungskräfte
Das Herzstück der neuen Wagen bildet die elektromechanische Fahrtrage. Das Gestellt wird per Knopfdruck automatisch ausgefahren, wodurch weniger Muskelkraft erforderlich wird. Die Patienten können mit der neuen Trage sowohl liegend als auch sitzend behandelt oder transportiert werden.
Zudem verfügen die neuen RTW über einen Treppenstuhl, der dank eines batteriebetriebenen Motors die Stufen „abfahren“ kann. Dadurch ist ein sicherer Transport gewährleistet und die neue Technik erleichtert den Rettungskräften ebenfalls die Arbeit. Neu ist auch, dass der Patientenraum im Rettungswagen über eine Kamera vorne im Fahrerbereich eingesehen werden kann; eine zusätzliche Gegensprechanlage erleichtert die Kommunikation zwischen den Rettungskräften während der Fahrt.
Guido Kühler, stellvertretender Leiter Einsatzdienst, betont: „Die Rettungswagen müssen zuverlässig und auf dem neuesten Stand der Technik sein, um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Daher war uns der enge Austausch mit den Einsatzkräften wichtig, die ihre Anforderungen an einem Prototyp testen konnten und ihre Erfahrungen einbringen konnten. Sie sind es schließlich, die täglich mit den Wagen unterwegs sind und Leben retten.“ Gemeinsam mit Robert Engels, Leiter Einsatzdienst, Carsten Lange (Beschaffungswesen RDKD) und Stefan Dohmen (Fahrzeugmanagement RDKD) hat er den Anschaffungsprozess der neuen Wagen intensiv vorbereitet und begleitet. Der RTW-Prototyp wurde im Vorfeld mehrere Monate an den Rettungswachen ausgiebig getestet, bevor die Fahrzeuge inklusive Ausstattung für rund 6,1 Millionen Euro angeschafft wurden. Die Kosten werden über die Krankenkassen refinanziert.
Die Neuanschaffung von Rettungswagen ist ein regelmäßiger Prozess alle paar Jahre, um die Zuverlässigkeit und Sicherheit zu gewährleisten und hohe Werkstatt- und Ausfallkosten zu vermeiden.

