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Kreis Düren

Frankreich wird Europameister in Niederzier

Ein denkbar knappes Finale auf höchstem internationalem Niveau, ausgeglichene Matches über den gesamten Turnierverlauf und eine einzigartige Atmosphäre in der Tennishalle Rurbenden.

Im entscheidenden Doppel entschieden

Die Tennis Europe Winter Cup Endrunde mit den besten acht Nationalmannschaften Europas der Junioren U14 in Niederzier im Kreis Düren war erneut ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Die favorisierten Franzosen waren schließlich das herausragende Team und gewannen den Europameistertitel im Finale gegen die Titelverteidiger aus Großbritannien. "Dass ein Turnier auf diesem Niveau im Kreis Düren stattfindet, ist wirklich etwas Besonderes", sagt Landrat und Schirmherr Wolfgang Spelthahn. "Hier sehen wir die jungen Talente zu einem sehr frühen Zeitpunkt ihrer Karriere. Wir werden in den kommenden Jahren sicher noch einiges von ihnen hören."

Mit der stimmungsvollen Eröffnungsfeier inklusive der jeweiligen Nationalhymnen und Team-Präsentationen startete das Geschehen am Donnerstagvormittag, dem 15. Februar. Klare Favoriten waren im Vorfeld nicht auszumachen – zu ausgeglichen schien das Niveau der qualifizierten Teams. Die Ergebnisse an den drei Turniertagen bestätigten diese Prognose. So wurden die Mehrzahl der Duelle erst im entscheidenden Doppel entschieden, lediglich drei der insgesamt zwölf Länderspiele waren bereits nach den beiden Einzeln entschieden.

Tag 1: Die Doppel mussten entscheiden

Beispielhaft für das ausgeglichene Niveau war der erste Turniertag. Die Zuschauer der Tennishalle Rurbenden bekamen in allen vier gleichzeitig stattfindenden Begegnungen das volle Paket mit internationalem Spitzentennis und Spannung bis zum letzten Punkt geliefert.

Die Titelverteidiger aus Großbritannien setzten sich in ihrem Auftaktmatch fulminant mit 2:1 gegen die an Position zwei gesetzten Rumänen durch. Dabei war der denkbar knappe 6:7 6:2 7:6 Erfolg im Spitzeneinzel für die Briten entscheidend, um überhaupt noch das entscheidende Doppel zu erzwingen. Ähnlich knapp war es zwischen den beiden Überraschungsmannschaften aus Finnland und den Niederlanden. Mit einem 7:6 6:3 Sieg im Doppel erreichten die Talente aus Finnland das Halbfinale. Als man dachte es könnte nicht noch spannender werden, setzten die Slowakei und Ungarn noch einen drauf. Nach einer Punkteteilung der Einzel setzten sich die Slowaken mit 3:6 6:1 10:5 denkbar knapp durch.

Die deutsche Nationalmannschaft traf in ihrem Auftaktduell auf die an Position eins gesetzten Franzosen. Johann Nagel-Heyer, Deutschlands Spitzenspieler der U14, wurde seiner Favoritenrolle als Nr. 9 Europas gerecht und hielt sein Team, nach der Niederlage von Leo Distler gegen Frankreichs Nummer zwei, mit seinem souveränen 6:4 6:3 Erfolg im Spiel. Im Doppel konnten sich die jungen Franzosen, Quentin Dodin und Rafael Thao-Keuang, gegen Nagel-Heyer und Yannick Julius Swoboda mit 7:5 6:3 durchsetzen.

Tag 2: Frankreich und Großbritannien herausragend

Am Halbfinaltag zeigten die Briten ihre bis dato beste Leistung. Nach zwei überzeugenden Zwei-Satz-Erfolgen in den Einzeln stand der Finaleinzug bereits vorzeitig fest. Auch das Doppel konnten sie für sich entscheiden und warteten gespannt auf den Ausgang des anderen Halbfinals. Nachdem die Franzosen das erste Einzel deutlich gewannen, sorgte Finnlands Nr. 1 mit einer starken Vorstellung für den Ausgleich. Die bereits am Vortag gegen Deutschland erfolgreiche Doppelpaarung aus Frankreich war auch am Freitag nicht zu bremsen, gewann klar in zwei Sätzen und sorgte somit für die Entscheidung.
Der deutsche Nachwuchs spielte an Tag zwei in den Platzierungsspielen gegen die Nachbarn aus der Niederlande. Trotz des Sieges im Auftakteinzel von Yannick Julius Swoboda mussten sie sich im zweiten Einzel sowie dem entscheidenden Doppel in zwei Sätzen geschlagen geben. Gleichzeitig setzte sich Rumänien gegen Ungarn deutlich mit 3:0 durch und erreichte somit das Finale um Platz 5 gegen die Niederlande.


Spannung bis zum letzten Punkt im Finale

Das Finale am Samstagvormittag entwickelte sich zu einem wahrhaften Schlagabtausch. Nach dem klaren Sieg von Scott Watson gegen Quentin Dodin hatten die Briten vorerst die Oberhand und das viel zitierte „Momentum“ auf ihrer Seite. Im Spitzeneinzel schenkten sich Pablo Pradat (FRA) und Niall Pickerd-Barua (GBR) nichts. Der junge Franzose behielt schließlich die Nerven und erhöhte die Spannung durch seinen hart erkämpften 6:2 6:7 6:4 Sieg. Im entscheidenden Doppel um den Europameistertitel erwischten die Franzosen den besseren Start bevor Großbritannien mit Eric Lorimer und Scott Watson einen Matchtiebreak erzwangen. Das französische Erfolgsdoppel behielt schließlich auch im wichtigsten Match des Turniers die Nerven, gewann mit 10:5 und machte den bereits achten (!) Winter-Europameistertitel für Frankreich perfekt.

Platz 7 für deutschen Nachwuchs

Trotz der zwei Niederlagen an Tag 1 und 2 zeigte die deutsche Nationalmannschaft im Spiel um Platz sieben gegen Ungarn eine von hoher Motivation und Leistungsbereitschaft geprägte Vorstellung. Der überzeugende 3:0 Erfolg rundete das Turnier mit einem verdienten Erfolgserlebnis ab.
Im Spiel um die Bronzemedaille belohnten sich die Finnen für ihre starken Leistungen in der Vorrunde und in Niederzier. Gegen die ebenfalls stark aufspielenden Slowaken konnten sie mit 2:1 gewinnen. Platz fünf ging ebenfalls verdient an die Niederlande, die sich im entscheidenden Doppel deutlich gegen Rumänien durchsetzen konnten.

Erfolgreiche Veranstaltung mit zufriedenen Veranstaltern und Gästen

Mit der anschließenden Siegerehrung ging die Tennis Europe Winter Cup Endrunde der Junioren U14 in der Tennishalle Rurbenden zu Ende. Die Resonanz der teilnehmenden Nationalmannschaften war durchweg positiv. Der Turnierdirektor, TVM-Jugendwart Kuno Stirnberg, war dementsprechend zufrieden:
„Das Turnier war auf allen Ebenen erneut ein voller Erfolg. Wir haben jeden Tag beeindruckendes Jugendtennis der Extraklasse mit verdienten Siegern aus Frankreich und vielleicht sogar dem ein oder anderen Star von morgen gesehen. Zudem haben wir uns über die zahlreichen Nachrichten mit positiver Resonanz und Dankbarkeit der Team-Captains sehr gefreut.

Neben den spielerischen Highlights war die gesamte Stimmung, auch bei den gemeinsamen Aktivitäten aller Teams, schön mitzuerleben. An dieser Stelle sei herauszuheben, dass eine solche Veranstaltung ohne die Hilfe des Hallenbesitzers Markus Schall, dem Helferteam, der Turnierleitung, den Schiedsrichtern und den zahlreichen Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. Ein großes Dankeschön! Wir würden uns sehr freuen dieses Turnier erneut austragen zu dürfen.“

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Bildnachweise

  • Jürgen Ziemann