Auf einer Gesamtlänge von rund 1500 Metern wurde der Bohlenpfad erneuert, sodass Besucherinnen und Besucher den östlichsten Ausläufer des eindrucksvollen Hochmoorstreifens auf den Eifelhöhen durchwandern können. Die alte Steganlage wurde Anfang der 2000er Jahre gebaut und ist nach gut 20 Jahren marode geworden, weshalb eine sichere Nutzung nicht mehr möglich war. Zahlreiche Gäste, unter anderem von Naturschutz- und Eifelvereinen, haben bei der Eröffnung die Stege und das Naturschutzgebiet erkunden können. Die Vertreter des Umweltamtes des Kreises Düren sowie des Regionalforstamtes haben währenddessen Wissenswertes rund um das Hochmoor und dessen Entwicklung erzählt.
„Das Moorgebiet ist nach der großflächigen ‚Kultivierung‘ und Entwässerung der Moore in den vergangenen rund 200 Jahren als einziges seiner Art im Kreis Düren erhalten geblieben. Man kann auf dem Bodenlehrpfad nicht nur viel über die Geschichte lernen, sondern sie erleben“, sagt Lothar Gerhards vom Umweltamt des Kreises Düren.
Auf dem Weg hat der geologische Dienst NRW einen bodenkundlichen Moorlehrpfad eingerichtet, der den Aufbau und die charakteristischen Merkmale von Mooren anschaulich darstellt und erklärt. Zahlreiche Nischen an der Steganlage laden mit Bänken zum Verweilen ein.
„Wir haben im Kreis Düren die schönsten Naturschutzgebiete. Diese möchten wir auch als Wandererlebnis offen halten. Der Bodenlehrpfad macht Besucherinnen und Besucher mit dem Biotop eines Hochmoores vertraut und schützt durch die festen Wege gleichzeitig den Lebensraum der Tiere und Pflanzen“, sagt Landrat Dr. Ralf Nolten, der zudem auch Vorsitzender des Eifelvereins ist.
Das Hochmoor mit seiner umliegenden Landschaft zeigt zu jeder Jahreszeit ein anderes Gesicht, sodass sich ein Besuch lohnt. Vom Wanderparkplatz Ringstraße in Raffelsbrand lässt sich der Weg und die Gegend, besonders mit Kindern, in rund einer Stunde erkunden. Der Neubau wurde zum Großteil vom Land gefördert.

