Zeit für Gespräche nach der Vorführung
Im Rahmen des Welt-Alzheimertages hat der Kreis Düren den Filmemacher und rund 130 Interessierte zu einem Kino- und Diskussionsabend ins Lumen Filmtheater Düren eingeladen. Der Film verdeutlichte, wie aus einer anfänglichen Schockdiagnose eine tiefgehende, menschliche Erfahrung werden kann. Mit diesem Perspektivenwechsel möchte die Familie (und auch der Kreis Düren) Mut und Hoffnung vermitteln sowie Betroffenen die Angst vor Alzheimer nehmen. „Ich musste erst lernen, die Krankheit und die Umstände zu akzeptieren. Dann hat ein Perspektivwechsel bei mir stattgefunden. Ich wollte und konnte mich darauf einlassen, meiner Mutter die Zeit so schön wie möglich zu machen und ihr etwas zurückgeben“, sagt Günter Roggenhofer. Dieses Glück aus der intensiven, aber auch schönen Zeit wolle er mit den Menschen vor der Leinwand teilen.
Landrat Dr. Ralf Nolten und Elke Ricken-Melchert, Dezernentin für Jugend und Soziales, dankten ihm für diesen persönlichen Einblick. Es sei wichtig, über das Thema aufzuklären, die Angst zu nehmen und Veränderungen zu akzeptieren, betonte der Landrat bei der Begrüßung. Organsiert wurde der Filmeabend federführend durch das Jugendamt des Kreises Düren. Nach der Filmvorführung kamen die Anwesenden ins Gespräch mit dem Filmemacher. Auch Dr. Klaus Maria Perrar, Arzt und Vorsitzender der Alzheimergesellschaft Düren, beantwortete Fragen der Interessierten.
Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen. In Deutschland wird die Zahl auf über 1,8 Millionen betroffene Menschen geschätzt, bis 2050 wird sie voraussichtlich auf 2,3 bis 2,7 Millionen steigen. Im Kreis Düren waren im Jahr 2024 rund 3 % der Einwohnerinnen und Einwohner an Demenz erkrankt. Der Welt-Alzheimertag am 21. September soll über die Krankheit aufklären.

