Der Mensch macht den Tieren in der Regel Angst
Ob Eichhörnchen, Jungvögel oder Igel – oft werden auf dem Dürener Kreisgebiet Wildtiere entdeckt, die den Eindruck machen, Hilfe zu benötigen. Doch wichtig ist auch: Nicht jedes Tier braucht wirklich Hilfe und nicht jedem Tier kann geholfen werden. Tierschutz bedeutet in der Regel, dem Tier seinen Lebensraum zu lassen. Der Mensch macht den Tieren Angst. Elterntiere gehen dann häufig auf Abstand und es kann so wirken, als bräuchten die Jungtiere Hilfe. Diese lernen aber schon früh, selbstständig zu sein. Wer Tiere mitnimmt, entreißt sie häufig dem Zuhause.
Um schnellstmöglich zu klären, was mit dem gefundenen Tier passieren soll, hat der Kreis Düren die zentrale Wildtier-Hotline eingerichtet. Besetzt wird sie vom Tierschutzverein für den Kreis Düren e.V. und dem Brückenkopf-Zoo in Jülich. Bei Anruf wissen sie, ob einem Tier, das auf dem Kreisgebiet gefunden wurde, zu helfen ist und wo dies am besten gelingen kann.
Zudem gibt es seit diesem Jahr eine von der tierärztlichen Hochschule Hannover entwickelte App "Wildtier SOS - Finden. Informieren. Retten", die bei der Entscheidungsfindung und Beurteilung der Situation hilft.
Es sollte immer bewusst sein, dass diejenigen, die ein Wildtier ins eigene Heim mitnehmen, auch für eine art-, fach- und tierschutzgerechte Aufzucht, Haltung, Unterbringung, Auswilderung und tierärztliche Versorgung verantwortlich sind und für die Kosten aufkommen müssen, die das Tier verursacht.

